Die Proteste in Thailand scheinen zu eskalieren

pp Bangkok. Die Polizei hat die Sorge, dass sich alle Gruppen auf eine Verstärkung und mögliche Eskalation der Proteste vorbereiten und die öffentliche Ordnung und Sicherheit gefährdet wird. Das Zentrum für die Verwaltung von Frieden und Ordnung (Capo) sagte, dass alle Sicherheitsvorbereitungen erhöht wurden um eine Ausbreitung der Proteste zu vermeiden.

Zum einen wird das Urteil über das umstrittene Gelände rund um die Tempelanlage Preah Vihear aus Den Haag erwartet, zum anderen will der Senat heute eine erste Lesung des umstrittenen Gesetzentwurfs ablehnen, um die allgemeinen Spannungen zu entschärfen.

Nachdem am Freitag bereits mehr als 40 Senatoren die Sitzung boykottiert hatten, war der Senat nicht beschlussfähig und musste die Sitzung auf heute verschieben. Der Sprecher der „Ratchadamnoen Protest Gruppe“ Herr Suthep Thaugsuban hatte bereits ein Ultimatum gestellt und gefordert, dass die geplante Amnestie bis heute 18 Uhr vollständig fallen gelassen wird.

„Die Chinnawat Familie sollte um 18 Uhr ihren Fernseher einschalten um mich zu hören“, hatte er gefordert. „Sie sollten unsere Ratchadamnoen Protest Gruppe registrieren und sehen, dass wir ein weiters Kapitel der Änderungen in unserem Land schreiben“.

Drei weitere Protestgruppen der Anti-Thaksin-Koalition, die bürgerlichen Gruppen aus allen 77 Provinzen, die Demokratische Gruppe zum Sturz des Thaksinismus (Force Thaksinism) und die Dhamma Armee hatten bereits am Samstag verkündet, ihre Proteste auszuweiten.

Ihr Ziel sei die Verdrängung von Ministerpräsidentin Yinglak Chinnawat, des haus Sprechers Somsak Kiatsuranont sowie des Senat Sprecher Nikom Wairatpanich.

Rothemden Anhänger hatten sich gestern an der Ratchaprasong Kreuzung versammelt um der militärische Niederschlagung der Anti-Regierungs-Demonstranten vor drei Jahren zu gedenken. In einer Rede verurteilte ihr Führer die Proteste gegen die Regierung und sagte, dass sie nur dazu bestimmt wären, um die Yinglak Regierung zu stürzen.

Weiterhin befürchten die Behörden, dass es auch zu Auseinandersetzungen zwischen Gegnern und Anhängern der Regierung, vor allem in den Provinzen, in denen vereinzelte Demonstrationen organisiert sind, kommen könnte.