Die politischen Unruhen belasten die Wirtschaft, die Gesellschaft und viele Tourismusbranchen und kosten Thailand zig Milliarden Baht

pp Bangkok. Im Dusit Thani Hotel in Bangkok haben sich sieben private Institute zu einem Gespräch getroffen und über ihre aktuellen Sorgen gesprochen. Anwesend waren: The Thai Chamber of Commerce, The Federation of Thai Industries, The Thai Banks Association, The Tourism Council of Thailand, Thai Federation of Capital Market, The Securities Exchange of Thailand und der Verband der Börsennotierten Unternehmen in Thailand.

Herr Issara Wongkusolkit (der Vorsitzende der Thailändischen Handelskammer) verlas nach der Anhörung eine Erklärung, dass die gegenwärtigen politischen Unruhen nicht nur die Wirtschaft und die Gesellschaft stark belasten. Das Vertrauen der Geschäftsleute und Investoren sei in vielen Branchen wie Handel, Industrie, Konsum, Tourismus und Investitionen stark gesunken und deutlich spürbar.

  • Tourismusbranche verliert 25 Milliarden Baht
    Frau Piyamarn Techaphaibul, die Vorsitzende des Touristenverbandes sagte, dass die Gesamtzahl der Touristen im November 2013 gegenüber der gleichen Zeit im November 2012 um 11 % gesunken sei. Die gewaltsamen Zwischenfälle in Bangkok hätten 33 von 68 Ländern dazu veranlasst, Reisewarnungen gegen Bangkok auszusprechen. Frau Piyamarn rechnet vor, dass auch im Dezember (die Hauptsaison)mit einem Rückgang von 8-10 Prozent zu rechnen sei.
    Das bedeutet, dass rund 500.000 Menschen weniger und somit rund 25 Milliarden Baht Einnahmen in der Kasse fehlen.
  • Ausländische Investoren verkaufen ihre Aktien – Verlust 17 Milliarden Baht
    Herr Phaibul Nalintharangkul, der Vorsitzende des Bundes des Thai-Kapital-Markt erklärte, dass die politische Situation das Vertrauen der ausländischen Kapitalisten schwächt. Es befinde sich bereits auf einem sehr niedrigen Niveau. Alleine letzte Woche hätten viele ausländische Anleger ihre Aktien in Höhe von 17 Milliarden Baht verkauft. Wenn die Ausschreitungen nicht schnell beendet werden, wird das Wirtschaftswachstum nicht wie bisher vermutet fünf Prozent sondern höchstens noch zwei Prozent betragen.
  • Ausländische Investoren ziehen ihr Kapital ab
    Herr Phayoongsak Chartsutthiphol, der Vorsitzende der Vereinigung der thailändischen Industrie erklärt ebenfalls, dass die politische Situation gravierende Auswirkungen verursacht und das Vertrauen der ausländischen Kapitalisten auf die gleiche Weise negativ beeinflusst, wie es die Überschwemmungen taten. Die Investoren hätten bereits begonnen, Investitionen in anderen Ländern zu forcieren.
  • Die Touristen fliehen aus Bangkok
    Herr Somsak Phureesrisak, der Minister für Tourismus und Sport) rechnete vor, dass aus der Statistik der ausländischen Touristen, die nach Thailand über den Flughafen Suwannaphum während der Monate November-Dezember einreisen hervorgeht, dass rund 50.000 Touristen vor ihrer Weiterreise in andere Provinzen noch ein oder zwei Tage in Bangkok verbringen. Diese Zahl wäre jetzt auf 49.000 Menschen gesunken. Die Touristen würden den Flughafen nicht verlassen und sofort ihre Weiterreise in die anderen Provinzen wie Chiang Mai, Phuket oder Chonburi antreten.

Alle anwesenden Personen und Institute haben in ihrer Erklärung die Parteien aufgefordert, die Konfrontationen sofort zu stoppen. Sie sollten friedlich nach einer gemeinsamen demokratischen Lösung suchen bevor Thailand zu einem gescheiterten Staat abrutscht.