General Prayuth warnt vor einem Bürgerkrieg

pp Bangkok. Wie die BangkokPost heute berichtet, warnt General Prayuth Chan-ocha vor einem Bürgerkrieg, wenn der Konflikt zwischen den Parteinen und den Menschen noch weiter anhält.

„Die politischen Gegner sind mittlerweile an einem Punkt angelangt“, sagte er, „an dem keiner mehr dem anderen zuhört. Egal welcher Vorschlag von einer Seite gemacht wird, er wird von der anderen Seite schlichtweg ignoriert und abgelehnt“.

Dabei dürfe man nicht nur die derzeitige Situation in Bangkok sehen, betonte er. Die Stimmung im ganzen Land und in den einzelnen Provinzen müssen ebenfalls in Betracht gezogen werden. Die angespannte Situation könnte einen Bürgerkrieg auslösen, fügte er hinzu.

„Die Versammlung des Volkes muss nicht von einer widersprüchlichen Gruppe organisiert oder gesponsert werden“, sagte General Prayuth. „Es muss eine neutrale Gruppe sein, bei der die Führer „aller Farben“ von vorneherein ausgeschlossen sind“. Dabei bezog er sich vor allem auf die in den letzten Jahren vorherrschende Politik der Rot- und Gelbhemden.

Allerdings räumte er ein, dass er sich selber darüber unsicher sei, wie diese „neutrale Gruppe“ aussehe und wer sie bilden sollte. Er wollte sich ebenfalls nicht auf einen Termin festlegen oder sagen, ob diese Gruppe vor oder nach den Neuwahlen gebildet werden sollte.

Prayuth betonte noch einmal, dass die Streitkräfte neutral seien und die Premierministerin nicht zu einem Rücktritt drängen würden. „Das Militär ist bereit, die Wahlkommission bei der Organisation von Neuwahlen zu unterstützen. Über einen Staatsstreich brauchen sie mit mir nicht zu reden“, sagte er energisch.