BANGKOK. Die Antikorruptions- und Drogenbekämpfungsbehörden haben ihre Bemühungen verstärkt, gegen Staatsbeamte vorzugehen, die in Drogengeschäfte verwickelt sind, und planen in naher Zukunft eine großangelegte Razzia. Dieser Schritt folgt einem hochrangigen Treffen am 18. März 2026, das die Verbesserung der Koordination und die Beschleunigung der Strafverfolgung von Straftätern im öffentlichen Dienst zum Ziel hatte.
Der Generalsekretär der Antikorruptionskommission des öffentlichen Sektors, Phumiwisan Kasemsuk, traf sich mit Generalmajor Suriya Singhakamol, Generalsekretär des Drogenbekämpfungsamtes, um Informationen auszutauschen und die Zusammenarbeit zu intensivieren.
Die Initiative integriert drei wichtige Behörden – die Antikorruptionskommission des öffentlichen Sektors (PACC), das Drogenbekämpfungsamt (ONCB) und das Amt zur Bekämpfung der Geldwäsche (AMLO) –, um konkrete gemeinsame operative Maßnahmen zu entwickeln. Die Behörden bestätigten, dass die bestehenden Gesetze ausreichend seien, die Durchsetzung und die Rechenschaftspflicht, insbesondere von hochrangigen Beamten, jedoch mangelhaft seien.
Phumiwisan erklärte, die Regierung habe die Drogenbekämpfung zu einer dringenden nationalen Priorität erklärt und lege nun verstärkt Wert auf die Strafverfolgung von Beamten aller Ebenen, einschließlich Konsumenten, Komplizen und Händlern. In der Vergangenheit habe sich die Strafverfolgung vorwiegend gegen Mitarbeiter niedrigerer Ränge gerichtet, während höhere Vorgesetzte häufig jegliche Verantwortung von sich wiesen. Gemäß den neuen Maßnahmen müssen Kommandeure nachweisen, dass sie ihre Pflichten nicht vernachlässigt haben, wenn Untergebene in Drogendelikte verwickelt sind. Andernfalls drohen ihnen Disziplinarmaßnahmen bis hin zur Versetzung.

Die Initiative gilt ausschließlich für Beamte und nicht für Politiker. Relevante Gesetze, wie das Beamtengesetz und das Betäubungsmittelgesetz, werden strikt durchgesetzt. Die Behörden planen zudem, Finanzermittlungen mithilfe der Befugnisse des AMLO-Gesetzes zu intensivieren, um Geldflüsse nachzuverfolgen und Drogennetzwerke effektiver zu zerschlagen.
Phumiwisan bestätigte, dass bereits konkrete Ziele für die Durchsetzungsmaßnahmen identifiziert wurden, lehnte es jedoch ab, Details preiszugeben. Er bestätigte, dass in Kürze eine großangelegte Operation gegen die beteiligten Staatsbeamten eingeleitet wird.
Die verstärkte Zusammenarbeit soll die Rechenschaftspflicht im gesamten öffentlichen Sektor verbessern und Durchsetzungslücken schließen, die bisher Maßnahmen gegen höherrangige Beamte behindert haben. Beobachter weisen darauf hin, dass die Verantwortlichmachung von Vorgesetzten einen bedeutenden Wandel im Umgang mit systemischen Problemen innerhalb von Regierungsbehörden darstellen könnte.
Thaitabloid berichtete, dass die Behörden eine koordinierte Razzia vorbereiten, bei der Strafverfolgung und Finanzüberwachung kombiniert werden, um Drogennetzwerke umfassend zu zerschlagen. Weitere Ankündigungen werden erwartet, sobald die Operationen beginnen.
- Quelle: ASEAN Now, Thaitabloid