PATTAYA. Beamte der thailändischen Kriminalpolizei haben in Pattaya einen 33-jährigen Briten wegen seiner mutmaßlichen Beteiligung an der tödlichen Schießerei auf einen 24-jährigen Iraker in Phuket Anfang des Jahres festgenommen. Der Verdächtige, dessen Name nur mit Amir angegeben wird, wurde am 15. Mai in einer Wohnung in Nong Prue, Bezirk Bang Lamung, Provinz Chon Buri, aufgrund eines Haftbefehls des Provinzgerichts Phuket vom 12. Februar 2026 festgenommen.
Die Polizei gab bekannt, dass Amir unter anderem wegen Beihilfe zum Mord, gemeinsamen Waffen- und Munitionsbesitzes, Führens von Schusswaffen in der Öffentlichkeit und Beihilfe zum unerlaubten Schusswaffengebrauch in einem Wohngebiet angeklagt wird. Die Festnahme erfolgte auf Anordnung hochrangiger Beamter des Zentralen Ermittlungsbüros und der Abteilung für Verbrechensbekämpfung nach einer Ausweitung der Ermittlungen zu dem Tötungsdelikt.
Der Fall bezieht sich auf den Tod eines irakischen Opfers durch Schüsse auf der Sirirat Road in Patong, Bezirk Kathu, Phuket, am 7. Februar 2026. Ermittler hatten zuvor die Unterkunft eines kolumbianischen Verdächtigen, der als Schütze gilt, durchsucht und dabei zwei Schusswaffen, Munition, ein Motorrad und Kleidung sichergestellt, die mutmaßlich während des Angriffs getragen wurde.
Die Polizei spürte den kolumbianischen Verdächtigen später in einer Unterkunft nahe des internationalen Flughafens von Phuket auf und nahm ihn fest. Er soll dort seine Flucht aus Thailand vorbereitet haben. Die Ermittler gaben an, dass die Untersuchung später Beweise dafür erbrachte, dass eine Gruppe ausländischer Staatsangehöriger die Tatwaffe beschafft und sie dem Schützen im Rahmen einer geplanten Operation übergeben hatte.
Die Behörden gehen davon aus, dass die Schießerei im Anschluss an einen Streit mit einem großen internationalen Drogenkartell angeordnet wurde. Die Ermittler beschrieben die Operation als organisiert und geplant, woraufhin das Provinzgericht Phuket einen Haftbefehl gegen Amir erließ.

Die Beamten erfuhren später, dass der britische Verdächtige nach Pattaya geflohen war, wo er sich mutmaßlich in einer Eigentumswohnung versteckte. Die Polizei nahm ihn fest und beschlagnahmte mehrere Gegenstände, die vermutlich mit dem Fall in Verbindung stehen. Einzelheiten zu den Gegenständen wurden jedoch nicht bekannt gegeben.
Laut Daily News wies Amir während der Vernehmung alle Vorwürfe zurück. Er wird den Ermittlern der Polizeistation Patong zur weiteren Bearbeitung übergeben. Die Ermittlungen dauern an, da die Polizei weiterhin Verbindungen zwischen den Verdächtigen und dem mutmaßlichen internationalen Drogennetzwerk prüft.
- Quelle: ASEAN Now, Dailynews