BANGKOK. Thailand verzeichnete laut Angaben des Ministeriums für Tourismus und Sport im Zeitraum vom 1. Januar bis 11. März 2026 einen Rückgang der internationalen Touristenankünfte um 4,40 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Trotz geopolitischer Spannungen im Nahen Osten blieb der Reiseverkehr bis Anfang März stabil, was Thailands Widerstandsfähigkeit als beliebtes Reiseziel unterstreicht.
Die Staatssekretärin des Ministeriums, Natreeya Thaewiwong, erklärte, dass die Ankünfte Anfang März 2026 trotz der bestehenden Unsicherheiten stabil geblieben seien. Der Rückgang der Touristenzahlen auf insgesamt 7.489.983 sei hauptsächlich auf die anhaltenden Probleme im Nahen Osten zurückzuführen, die sich auch auf die Ankünfte aus Europa und dem Nahen Osten ausgewirkt hätten. Insbesondere bei Letzteren sei ein Rückgang um 55 % auf 7.490 Reisende zu verzeichnen, wobei es während des Ramadan zu einem deutlichen Rückgang aus Ländern mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit gekommen sei.
Als Reaktion auf diese Herausforderungen verstärkt die thailändische Tourismusbehörde (TAT) ihre Werbemaßnahmen. Dazu gehört die „Amazing Thailand Post-ITB Roadshow 2026“, die sich an osteuropäische Märkte wie Polen richtet, um die rückläufigen Besucherzahlen aus anderen Regionen auszugleichen. Darüber hinaus soll eine neue Flugverbindung von LOT Polish Airlines zwischen Warschau und Bangkok 88.000 Sitzplätze bieten und so zur Erholung des Tourismus beitragen.

Mit Blick auf die Zukunft konzentriert sich die TAT zudem darauf, den chinesischen Tourismus durch gezielte Kampagnen in Shanghai anzukurbeln, die vor allem jüngere Reisende und Familien ansprechen sollen. Im Inland plant das Ministerium eine Tourismusinitiative entlang des Mekong, die sich über sieben Provinzen erstreckt und darauf abzielt, die lokale Wirtschaft durch nachhaltigen Kulturtourismus zu stärken.
Trotz der Rückschläge zeigte sich Natreeya zuversichtlich hinsichtlich der Zukunft des thailändischen Tourismus und hob die über 7,4 Millionen Touristen als Beweis für die anhaltende Attraktivität des Landes hervor. Darüber hinaus wird Bangkok laut Umfragen aus dem Jahr 2025 die weltweit meistbesuchte Stadt sein, was Thailands deutliche Erholung im Reisesektor unterstreicht.
Sollten die regionalen Spannungen anhalten, könnten steigende Ölpreise die Flugkosten erhöhen und damit möglicherweise die Reiseentscheidungen preissensibler Touristen der Generation Z beeinflussen. Laut „The Thaiger“ fördert das Ministerium zudem Inlandsreisen durch das Programm „Tiew Thai Chuay Thai“, um die nationalen Einnahmeziele zu erreichen.
- Quelle: ASEAN Now, The Thaiger