SURAT THANI. Vier russische Staatsangehörige wurden auf Koh Samui festgenommen, weil sie illegal als Elektriker arbeiteten und damit gegen thailändisches Arbeitsrecht verstießen, das diesen Beruf thailändischen Staatsbürgern vorbehält. Die Festnahmen erfolgten am 6. Mai 2026 durch die Einwanderungspolizei von Surat Thani nach einer gezielten Überwachungsaktion. Laut Behördenangaben installierten die Verdächtigen zum Zeitpunkt der Razzia Licht- und Tonanlagen in einem Unterhaltungslokal.
Beamte unter der Leitung von Polizeioberst Naruwat Phutthawiro und Polizeioberstleutnant Winij Boonchit hatten die Gruppe mehrere Tage lang observiert, nachdem sie Hinweise auf illegale ausländische Arbeiter erhalten hatten. Die Verdächtigen brachten Berichten zufolge Werkzeug und Ausrüstung in ein Gebäude und arbeiteten hinter verschlossenen Türen, um nicht entdeckt zu werden. Die Polizei griff ein, nachdem eine Person das Gebäude verlassen hatte. Die Beamten konnten so alle vier Personen bei der Durchführung von Elektroinstallationen festnehmen.

Bei den Verdächtigen handelt es sich um Konstantin (43), Vladislav (27), Nikolai (38) und Maxim (45), allesamt russische Staatsangehörige. Überprüfungen ergaben, dass zwei von ihnen ihre Aufenthaltsgenehmigung um mehr als drei Monate überschritten hatten, während die beiden anderen zwar Arbeitsgenehmigungen besaßen, aber ungenehmigte Elektroarbeiten ausführten. Die Behörden erklärten, dass die Tätigkeit als Elektriker nach thailändischem Recht geschützt sei und daher für ausländische Arbeitnehmer verboten sei.
Alle vier gaben zu, bei einem Unternehmen mit Sitz in Phuket angestellt und von anderen Russen als Subunternehmer für Arbeiten auf Koh Samui engagiert worden zu sein. Die Polizei hat die Verdächtigen zur weiteren Bearbeitung auf die Polizeiwache Bo Phut überführt. Die Einwanderungsbehörden bereiten zudem die Annullierung ihrer Visa und ihre Abschiebung vor.
Der Fall ist Teil einer umfassenderen Durchsetzungsstrategie unter der Leitung von Generalleutnant Phanumart Boonyalak, dem Leiter des Einwanderungsamtes, die darauf abzielt, gegen illegal in Thailand arbeitende Ausländer vorzugehen. Offizielle Stellen geben an, dass solche Maßnahmen notwendig seien, um Arbeitsplätze vor Ort zu schützen und die Ordnung in wichtigen Touristengebieten aufrechtzuerhalten.
Naewna berichtete, dass die Behörden die Ermittlungen nun auf das mit den Verdächtigen in Verbindung stehende Unternehmen mit Sitz in Phuket ausweiten werden. Die Beamten prüfen, ob es sich um ein Strohmannunternehmen handelt, was gegen thailändisches Eigentumsrecht verstoßen würde. Sollten weitere Verstöße festgestellt werden, werden rechtliche Schritte eingeleitet.
- Quelle: ASEAN Now, Naewna