Bis zu 20.000 Baht pro Tag verdienen die Tierquäler mit einem Gibbon auf Phuket oder den Nachbarinseln

Bis zu 20.000 Baht pro Tag verdienen die Tierquäler mit einem Gibbon auf Phuket oder den Nachbarinseln

Phuket/Ko Phi Phi. Pünktlich zur Hochsaison sind die ersten Touristenabzocker mit ihren exotischen Tieren wieder an den Stränden von Phuket und Ko Phi Phi zu sehen. Dabei gehen sie gezielt auf Touristen los und wollen ihnen ein Foto mit dem „Tierchen“ auf dem Arm schmackhaft machen. Natürlich soll der Tourist anschließend für das Foto bezahlen.

Nachdem die Polizei mehrfach gegen diese Abzocker und Tierquäler vorgegangen war, herrschte ein paar Monate Ruhe. Aber sie sind wieder da, die Geldgierigen „Tierliebhaber“.

Gibbon im gelben Strickpullover.

Gibbon im gelben Strickpullover.

Nun wurden der PhuketGazette Bilder von zwei Männern am Strand von Phi Phi zugespielt. Sie streifen mit einem im gelben Strickpullover gekleideten Gibbon durch den Sand und suchen Touristen, die für ein Foto mit dem unglücklichen Tier bezahlen.

Der Chef der Thung Talay „keine Jagd-Zone“ Khun Suwat Suksiri erklärt, warum die Bande immer wieder aufs Neue am Strand auftaucht. „Wir befinden uns in der Hochsaison und da lässt sich offenbar viel geld mit den Fotos und den Tieren verdienen. Diese Leute fürchten sich nicht vor einer Verhaftung“.

Einer dieser Leute, die dieses Jahr von der Polizei verhaftet wurde erklärte den Beamten, dass er in der Nebensaison alleine schon 5.000 Baht pro Tag mit den Tieren verdient. In der Hauptsaison macht er leicht das Vierfache und kann sich pro Tag gut 20.000 Baht in die Tasche stecken.

„Mit der Möglichkeit, während der Hauptsaison mehr als 500.000 Baht jeden Monat zu verdienen, hat eine Geldstrafe von 4.000 Baht und oder eine Freiheitsstrafe von vier Jahren kaum eine abschreckende Wirkung auf die Leute“, sagte Khun Suwat weiter.

„Hier hilft nur eine intensive Zusammenarbeit von Polizei, Parkbeamten und den Touristen selber. Jeder Tourist sollte einen Vorfall mit den Tier Schleppern sofort bei der Polizei melden. Wir haben auf Ko Phi Phi Beamte im Einsatz, die an den Stränden patrouillieren“.

„Diese Beamten sind da draußen, sobald es das Wetter erlaubt“, betonte er. „Sie stehen in Kontakt mit der Polizei und dem Nationalparkführer“, sagte Herr Suwat weiter. „Gemeinsam werden sie hoffentlich in der Lage sein um sofort geeignete Maßnahme gegen diese Leute zu unternehmen“.

Laut seinen Unterlagen sollen in Thailand noch mindestens fünf Gibbons, eine in Thailand geschützte Tierart leben, die in Gefangenschaft gehalten werden. Diese Tiere werden von Schleppern gezielt auf der Insel Phi Phi eingesetzt.

Allerdings, so betonte er, gab es vor den Maßnahmen der Behörden im August gegen diese Tierquäler noch 20 Gibbons auf der Insel. Die Tiere werden dann in der Regel über Phi Phi auch nach Phuket geschleust.

Diese Baby-Gibbons, die ihren Müttern von Wilderen einfach weggenommen werden, kosten rund 25.000 Baht. „Die Mütter der Tiere werden während des Diebstahls der Babys einfach getötet“, berichtet Herr Suwat.

Der Assistent des Parks erklärte gegenüber der lokalen Presse: „Wir sind für jeden Hinweis und jedes Foto dass uns Touristen schicken dankbar. Wir werden jetzt erneut ein besonders waches Auge auf den Strand von Ko Phi Phi haben“.