Tragödie am frühen Freitagmorgen in der Tham Luang Höhle. Petty Officer Saman ( ganz links ) gestorben.

Tragödie am frühen Freitagmorgen in der Tham Luang Höhle

Chiang Rai. Ein ehemaliges Mitglied der Navy SEALs, der ebenfalls an der Rettung der 12 Fußballspieler und ihrem Trainer in der Tham Luang Höhle in Chiang Mai beteiligt war, kam am frühen Freitagmorgen gegen 1 Uhr bei einem Tauchgang ums Leben, als gebrauchte Luftbehälter zur 3.ten Kammer innerhalb der Höhle bringen wollte.

Petty Officer der 1. Klasse, Herr Saman Kunan

Petty Officer der 1. Klasse, Herr Saman Kunan.

Naval Special Warfare Kommandeur Apakorn Yukongkaew sagte gegenüber der lokalen Presse, dass der ehemalige 37 Jahre alte Petty Officer der 1. Klasse, Herr Saman Kunan, als Sicherheitsoffizier am Flughafen Suvarnabhumi in Bangkok beschäftigt war und sich an den Rettungs- und Bergungsmaßnahmen in der Tham Luang Höhle in Chiang Mai beteiligt hatte.

Als er bei einem Tauchgang gegen 1 Uhr morgens gebrauchte Lufttanks in die Kammer 3 bringen sollte, verlor er aus bisher unbekannten Gründen sein Bewusstsein. Sein Tauchkumpel versuchte ihm noch zu helfen, aber leider vergebens, fügte Kommandeur Apakorn hinzu.

Navy Kommandant Apakorn betonte bei seiner Aussage gegenüber der Presse, dass der tragische Tod des ehemaligen Seals die Bemühungen, die Jungen aus der Tham Luang Höhle zu retten, nicht untergraben oder beeinflussen werde. Die Rettungsmannschaften arbeiten weiterhin fieberhaft an einer Lösung, um die 12 Jungen und ihren Trainer so schnell wie möglich aus der Höhle zu befreien., betonte er weiter.

Er sagte weiter, dass Seine Majestät der König bereits entsprechende Anweisungen gegeben habe, damit der Petty Officer 1. Saman würdige Begräbnisriten erhält.

Chiang Rais stellvertretender Gouverneur Passakorn Boonyaluck sagte auch, dass der König sein Beileid über den Verlust von Petty Officer Saman ausdrückte. Am Freitagabend findet auf dem Marinestützpunkt in Sattahip in Chon Buri ein königlicher Bade-Ritus für den verstorbenen Offizier statt.

Der König gab ebenfalls noch weiter Anweisungen, dass die Kinder des toten Tauchers in der Zukunft gut versorgt werden sollten.

Der Tod des ehemaligen SEALs unterstreicht wieder einmal die intensiven und enormen Risiken der Mission, die jungen Fußballer aus der Tham Luang Höhle zu retten. Trotz des tragischen Unfalls bestand der Kommandeur der SEALs weiter bestand, dass die Rettung der Jugendlichen ohne Unterbrechung fortgesetzt wird, bis alle jungen Leute geborgen und in Sicherheit sind.

Die Rettungsteams haben mittlerweile zahlreiche Versorgungsleitungen in die Höhle gelegt und pumpen jetzt zusätzlichen Sauerstoff in die unterirdische Kammer, in der die Jungen nun seit fast zwei Wochen gefangen sind. Zahlreiche Beamte warnen nach wie vor, dass es noch immer zu gefährlich ist, das junge Team durch die überfluteten Höhlen zurück zur Oberfläche zu ziehen.

Das Sauerstoffproblem innerhalb der Höhle hat neue Befürchtungen hinsichtlich der Sicherheit der Jungen aufgeworfen, falls sie nicht vor dem vorhergesagten Monsunregen an diesem Sonntag aus den Höhlen extrahiert werden können.

Die Behörden befürchten, der einsetzende Regen könnte die Höhle wieder füllen und alle Gewinne und Fortschritte der Mammutrettungsbemühungen in den letzten Tagen wieder rückgängig machen.

Narongsak Osoththanakorn, der Kommandant der Rettungsaktion sagte, dass die große Anzahl von Rettungskräften in der Tham Luang Höhle den Sauerstoffgehalt erheblich gesenkt habe. Aus diesem Grund haben die Retter bereits einen 5 km langen Schlauch dorthin verlegt, wo die Jungen Schutz gefunden hatten. Durch diesen Schlauch wird nun zusätzliche frische Luft in die Höhle gepumpt.

Zusätzlich wird das Abpumpen des Wassers in der Höhle auch über Nacht fortgesetzt, fügte er hinzu. Dadurch soll das Wasser nach wie vor aus einem noch immer überfluteten Teil der Höhle, in dem die Jungen gefangen bleiben, abgelassen werden.

Die Retter haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass sie das Hochwasser soweit zurück pumpen können, dass die Retter die Jungen einfach „ hinaustreiben“ lassen können, anstatt sie durch dunkle, enge Passagen in trübem Wasser zum Tauchen zu zwingen.

Laut den weiteren Angaben der Rettungsleitstelle wurden bis jetzt mehr als 130 Millionen Liter Wasser mit einer Geschwindigkeit von 180.000 Litern pro Stunde aus der Höhle gepumpt.

Trotzdem kämpfen die Retter immer noch damit, jede Wasserquelle, die in die Höhle fließt, und die Wasserstände hinter der Höhlengabel, hinter der die Jugendlichen gefangen sind, zu verstopfen. Einer der Retter erklärte, dass der Wasserpegel allerdings nur sehr qualvoll und langsam abfällt.

 

  • Quelle: Bangkok Post, thailändische Medien