Der Anstieg der Gezeiten bedroht diese Woche die Qualität des Leitungswassers in Bangkok und in den Vororten

Der Anstieg der Gezeiten bedroht diese Woche die Qualität des Leitungswassers in Bangkok und in den Vororten

BANGKOK. Der Anstieg der Gezeiten zwischen dem 8. Und dem 15. Januar wird den Salzgehalt des Leitungswassers in Bangkok und seinen Vororten erhöhen, prognostiziert Herr Somkiat Prajamwong, der Generalsekretär des Nationalen Wasserressourcen Amt (NWRO) am Montag nach ein Treffen zur Lösung des Problems des Eindringens von Meerwasser in den Chao Phraya Fluss.

Herr Somkiat sagte, dass das Wasser aus dem Bhumibol Reservoir in der nördlichen Provinz Tak und dem Sirikit Reservoir in Uttradit über ein Netzwerk von kleineren Wasserwegen und Kanälen wie die Flüsse Mae Klong und Tha Chine in den Chao Phraya Fluss eingespeist werden. Dadurch soll verhindert werden das Meerwasser in den Klong Jorakhae Samphan und in den Klong Phraya Banlue, Eindringen kann.

Bereits am 3. Januar hatte die Sprecherin der Regierung, Frau Narumon Pinyosinwat, bekannt gegeben, dass sie allen Bürgern dazu rät, das derzeitige salzige Leitungswasser nicht zu trinken. Sie schlägt weiter vor, dass die Bürger nicht nur auf das Trinken des salzigen Leitungswassers, sondern auch auf den Verzehr von salzigen Lebensmitteln verzichten sollen.

Frau Narumon erklärte dazu weiter, dass der Verzehr von weniger salzigen Lebensmitteln den Natriumspiegel senkt.

Die Wasserwerke von Bangkok „Metropolitan Waterworks Authorization“ (MWA) haben berichtet, dass die Qualität des Leitungswassers merkwürdiger als gewöhnlich ist, da die Rohwasserquelle, die die Wasserfabrik verwendet, aus dem Fluss Chao Phraya stammt.

Der Wasserstand der Flüsse ist aufgrund der Dürre, mit der Thailand derzeit konfrontiert ist, erheblich gesunken. Der Golf von Thailand sorgt im Moment bei Flut dafür, dass der Chao Phraya Fluss mit Meerwasser gemischt wird.

Der Stand des Flusswassers ist im Vergleich zu den letzten Jahren viel niedriger geworden, melden auch die zuständigen Wasserbehörden.

Die MWA versucht daher im Moment, nur dann das Rohwasser aus dem Chao Phraya Fluss zu verwenden, wenn die Gezeiten im Golf von Thailand niedrig sind.

Der Salzgehalt wird in Gramm / Liter gemessen, Gehalte von mehr als 0,3 g / l oder etwa 300 ppm werden gemäß den Trinkwassernormen der WHO als Brackwasser angesehen.

Zu den Personen, die während dieser Zeit vom Konsum von Leitungswasser bedroht sind, zählen Personen mit Nierenproblemen, Herzproblemen, Diabetes, hohem Blutdruck, ältere Menschen und natürlich auch die Kleinkinder.

In der Zwischenzeit sagte Somsak Passananont, der Direktor der Abteilung für Wasserressourcen und Umwelt des städtischen Wasserwerks dagegen, dass die Produktion von Leitungswasser nicht durch die Flut beeinflusst wurde, wie der Salzgehalt des Wassers in der Pumpstation Samlae in der Provinz Pathum Thani, das vor kurzem mit 0,3 g / l gemessen wurde, zeigt. Der Salzgehalt liegt noch immer unter dem Referenzwert von 0,50 g / l, fügte er weiter hinzu.

Die MWA bezieht ihr Wasser für die Aufbereitung von Leitungswasser nicht nur aus dem Chao Phraya, in den bereits Meerwasser eindringt, sondern auch aus dem Mae Klong River, der nicht davon betroffen ist.

Nach dem NWRO, erreichte der Salzgehalt der Samlae Wasserpumpstation am 28. Dezember 2019 bis zu 2,19 Gramm / Liter. Laut den Angaben der NWRO sind das die bisher höchsten Aufzeichnungen seit dem Jahr 2010.

  • 1,10 g / l am 17. Mai 2010
  • 1,92 g / l am 15. Februar 2014
  • 1,09 g / l am 18. Juli 2015
  • 0,87 g / l am 27. Mai 2016
  • 2,19 g / l am 28. Dezember 2019.

 

  • Quelle: Thai PBS World