Das Ausbleiben der chinesischen Touristen sorgt für Entlassungen in der Hotelbranche

Das Ausbleiben der chinesischen Touristen sorgt für Entlassungen in der Hotelbranche

BANGKOK / PATTAYA. Das Ausbleiben der chinesischen Touristen in Bangkok und in Pattaya sorgt in der Hotelbranche für zahlreiche Entlassungen der Mitarbeiter des Servicepersonals. Laut der lokalen Presse in Bangkok sind die ansonsten durch die Touristen belebten Ratchadaphisek und die Lat Phrao Straße mittlerweile wie ausgestorben.

Die chinesischen Reisegruppen haben sich aus den Städten zurück gezogen und die Straßen sind fast Menschenleer. Das bekommen vor allem die zahlreichen Mitarbeiter in den Hotels und Ressorts in Bangkok und in Pattaya zu spüren.

In der Hauptsaison waren die beiden Gebiete in der Regel voll mit chinesischen Reisenden. In der Ratchadaphisek Road gibt es Hotels und Apartments, die hauptsächlich die Touristen vom Festland ansprechen.

In den letzten Wochen seien die Straßen wesentlich ruhiger als sonst, nachdem auch die Zahl der Tourbusse entscheiden abgenommen haben, sagte Sarun Limsawaddiwong, der Geschäftsführer der S-Gruppe.

 

Das Ausbleiben der chinesischen Touristen sorgt für Entlassungen in der Hotelbranche

Das Ausbleiben der chinesischen Touristen sorgt für Entlassungen in der Hotelbranche

Die Lat Phrao Road ist tagsüber menschenleer geworden, da sich die chinesischen Reisegruppen zurückziehen. Dusida Worrachaddejchai

 

Er sagte, dass zwei Hotels der Firma – S Ratchada und S Ram Leisure in der Region Ramkhamhaeng – mit zusammen 600 Zimmern eine durchschnittliche Auslastung von nur noch 20 % in diesem Monat verzeichnet hätten.

In diesen beiden Hotels machen die chinesischen Reisegruppen in der Regel 80 % aller Gäste aus.

In Anbetracht der laufenden Stornierungen bat Herr Sarun 200 Mitarbeiter der beiden Hotels, in vier andere Hotels umzuziehen, die ebenfalls der Gruppe in der Region Sukhumvit gehören und deren Auslastung über 70 % liegt.

Die Gruppe ermutigte die Mitarbeiter außerdem, einen Jahresurlaub zu nehmen, während sie auf die Rückkehr des chinesischen Marktes warten.

Das Unternehmen plant, diese Gelegenheit zu nutzen, um Schulungen in chinesischer Sprache durchzuführen, um sicherzustellen, dass das Geschäft reibungslos läuft, wenn die chinesischen Gäste wieder zurückkehren.

Supawan Tanomkieatipume, der Präsident der Thai Hotels Association (THA) sagte, dass in diesem Monat einige Hotels noch Gäste haben, aber ab dem nächsten Monat müssen einige Hotels, in denen die meisten Gäste Chinesen sind, möglicherweise Zeitarbeitskräfte entlassen, um die Kosten zu senken.

„Normalerweise werden Hotels in der Hochsaison kurzfristig Personal einstellen, aber wenn der Markt schwach ist, werden sie die Belegschaft verkleinern, um der schwächeren Nachfrage gerecht zu werden“, sagte Frau Supawan.

Die Hotels in Pattaya versuchen ebenfalls, die Arbeitskosten zu senken, weil die chinesischen Gäste, auf die hier 50 % aller internationalen Touristen entfallen, auf 5 % gefallen sind, sagte Sanpech Supabowornsthian, der Vizepräsident des Ostkapitels der THA.

In einem Hotel mit 250 Zimmern werden mindestens 200 Mitarbeiter eingestellt, wobei 50 % auf befristete Verträge während der Hauptsaison entfallen.

Wenn sich der Markt verlangsamt, entlassen die Hotels zuerst ihre Zeitarbeitskräfte um sicherzustellen, dass die Dienste ohne Unterbrechung fortgesetzt werden, wenn sich die Situation wieder normalisiert.

Die chinesischen Reiseveranstalter teilten Sanpech mit, dass die Kunden nach mindestens 45 Tagen zurückkehren würden, da die chinesische Regierung das Reiseverbot bisher noch nicht aufgehoben habe.

Er befürchtet auch, dass der indische Markt, der rund 20 % der Gesamtzahl der Touristen ausmacht, Pattaya meidet. Das gilt insbesondere für die Anreizgruppen, die besonders sensibel auf die Sicherheitsfragen reagieren.

Er sagte, die Situation in Pattaya sei schwieriger als in anderen Bereichen für die Hotelbetreiber, da der Wettbewerb in diesem Bereich bereits schon vorher sehr intensiv sei, da hier mehr als 100.000 Zimmer auf dem Markt um die Gunst der Gäste konkurrieren.

Kongsak Khoopongsakorn, der Präsident des Südkapitels der THA sagte, wenn ein Hotel zu sehr auf die chinesischen Gäste angewiesen sei, seien Zeitarbeitskräfte oder bezahlte Praktikanten die erste Gruppe, die das Hotel verlassen müssen.

Hoteliers müssen auch andere Kosten wie Essen und Trinken, Nebenkosten und personalbezogene Ausgaben wie Schulungen oder Überstundenzahlungen senken, um den Gürtel enger zu schnallen.

Trotz des Rückgangs des chinesischen Marktes, auf den 30 % der Touristen in Chiang Mai entfallen, erhalten die Hotels in der Region weiterhin Buchungen von unabhängigen Touristen vom Festland und anderen internationalen Märkten, fügte er weiter hinzu.

„Im ersten Quartal dieses Jahres, das als Hochsaison gilt, wird es keine Entlassungen für Chiang Mai-Hotels geben“, sagte Supawan. „Wir müssen allerdings genau beobachten, ob sich die Abschwächung auch auf das zweite Quartal auswirkt“, sagte er.

 

  • Quelle: Bangkok Post