Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen in Bangkok zahlen sich aus – Bombenfunde an drei verschiedenen Standorten

Gegen drei Uhr am Freitagmorgen hatte aufmerksame Anwohner die Polizei über einen verdächtigen Mann unterrichtet, der sich an einer Verkehrsinsel vor dem Büro der staatlichen Lotterie zu schaffen machte.

Die Beamten konnten einen 44jährigen Mann verhaften, der ohne Umschweife zugab, nicht nur hier vor Ort, sondern auch noch an zwei weiteren Stellen Bomben plaziert zu haben.

Eine Bombe habe er bei der Bangkok Bank in der Sukhumvit Straße 77 und eine weitere unter der Autobahn in der Udomsuk in der Nähe der Kanchanapisek Straße 39 gelegt.

Ein geschultes Bombenentschärfungsteam konnte die selbstgebastelte Bombe, die mit einem ferngesteuerten Zünder in einem mit schwarzem Kunststoff umwickelten PVC-Rohr war, nach einiger Zeit entschärfen. Die Bombe hätte jederzeit durch den ferngesteuerten Zünder per Funk ausgelöst werden können.

In Nähe der Bangkok Bank, gegenüber des Suvannabhum Marktes, wurden die Beamten in einem Busch unter der Brücke ebenfalls fündig und entdeckten drei weitere Sprengsätze, die in einer Spülmittelflasche mit zwei PVC-Rohren miteinander verbunden waren. Die ebenfalls selber gebastelte Bombe war mit einer elektrischen Schaltung verbunden, die wiederum von drei Uhren gesteuert wurde. Auch hier konnten die Beamten eine Detonation verhindern und die Bombe entschärfen.

An der angegebenen Stelle an der Autobahn in der Soi Kanchanapisek 39 fanden die Beamten zwei weitere Bomben. Auch hier waren die Bomben wieder in PVC-Rohren verpackt und mit einer Uhr als Zeitzünder verbunden. Laut Angaben der Polizei sei der Zeitpunkt der Detonation auf 12.55 Uhr eingestellt gewesen. Auch hier konnte Schlimmeres verhindert werden und die Bomben wurden entschärft.

Der Verdächtige, ein Bewohner aus Rayong, erzählte der Polizei, daß er noch mit drei oder vier anderen Personen geplant habe, insgesamt acht Bomben an verschiedenen Standorten in Bangkok zu verstecken. Er selber kenne aber nur seine drei Standorte, über die anderen geplanten Orte wisse er nichts.

Bereits am 6. Dezember wurde eine selbstgebastelte Bombe in einer offenen schwarzen Tasche auf einer Verkehrsinsel vor der staatlichen Lotterie auf der Rajdamnoen Avenue gefunden. Die Sprengstoffexperten untersuchten das Gerät und stellten fest, daß die Schaltung nicht vollständig war und nicht funktionieren konnte.

Die Beamten sagten, daß hier bewußt Störungen und Anschläge verursacht werden, um die Bevölkerung zu verunsichern.

Vorsorglich empfiehlt die Polizei der Bevölkerung und den Touristen, verschiedene Standorte und Gebiete während der Feiertage zu meiden.