Stromausfall auf der Insel Samui und Phangan versetzen Urlauber, Hotels und Unternehmer ins Mittelalter zurück.

Seit Dienstagmittag sind tausende Häuser, Hotels und Unternehmen auf den Inseln Samui und Phangan ohne Strom. Viele Touristen sollen deswegen die Inseln bereits verlassen haben.

Normalerweise ist Samui während der Weihnachtszeit eine der wichtigsten touristischen Anlaufziele in Thailand. Hier rechnet man mit etwa 20.000 Besuchern aus dem Ausland. Diese Zahl soll bis auf einige Tausend geschrumpft sein. Strom gibt es nur noch in wenigen Bereichen auf den Inseln, allerdings nur in den Hotels oder Ressorts, die über ihren eigenen Generator verfügen. Der Rest muss mit Kerzenlicht auskommen. Zudem ist auch das Telefonnetz und das Internet komplett ausgefallen.

Die Elektrizitäts-Werke (PEA) im Bezirk Koh Samui erklärten, dass der Ausfall von einem Bruch eines Seekabels ausgelöst wurde, welches die Insel Samui mit dem Festland verbindet.

Der Vorsitzende des Vereins für Tourismusförderung auf Koh Phangan berichtet, dass vor allem die kleinen Hotels starke Verluste einfahren, da viele Besucher und Gäste in die noch verbleibenden Zimmer der größeren Hotels umziehen, da diese zumeist über einen eigenen Notstromgenerator verfügen.

Viele der Gäste, so der Vorsitzende weiter, hätten aber auch bereits komplett ausgebucht und seien zurück auf das Festland

Der Gouverneur von Surat Thani bestätigte unterdessen, das man bereits Ingeneure eingeflogen hätte, die das Problem so schnell wie möglich aus der Welt schaffen sollten. Die erforderlichen Arbeiten sollen voraussichtlich in der Nacht zum Freitag oder früher abgeschlossen sein.

Damit Krankenhäuser weiterhin ihren Betrieb aufrechterhalten können, wurden bereits zahlreiche mobile Stromerzeuger auf die Inseln gesandt. Der Mineralölkonzern PTT wurde gebeten, dringend benötigten Kraftstoff zu beiden Inseln zu transportieren, damit kein Treibstoffmangel auftritt. Viele Hotels brauchen den Treibstoff, um ihre Generatoren betreiben zu können.

Währenddessen sollen die Treibstoffpreise auf beiden Inseln explodiert sein. Tankstellenbetreiber wollen sich hier anscheinend in der Not eine goldene Nase verdienen.