Der Tod des 3-jährigen Jungen der in einem Minivan vergessen wurde wirft weitere Fragen auf

pp Sisaket. Wie bereits von uns berichtet, kam am Dienstag ein 3-jähriger Junge in einem Minivan ums Leben. Eine Kindergärtnerin hatte den Knaben schlichtweg in dem in der prallen Hitze stehenden Auto vergessen. Erst sieben Stunden später fand man den Jungen. Trotz einer sofortigen Einlieferung in ein Krankenhaus kam für den 3-jährigen jede Hilfe zu spät.

Die verantwortliche 32-jährige Kindergärtnerin Frau Ampika wurde daraufhin von der Uthumphon Phisai Polizeistation vorgeladen. Ihr wird Rücksichtslosigkeit, die zum Tod von Suriyakarn "Nong Potter" Thajan führte, vorgeworfen.

Sie wurde später gegen eine Kaution freigelassen. Die Höhe der Kaution wurde nicht bekannt gegeben. Die Kindergärtnerin lehnte ein Interview nach ihrer Freilassung ab und äußerte gegenüber den Medien, dass sie selber am Boden zerstört sei. Sie habe den Jungen wie ihr eigenes Kind geliebt.

"Ich muss zugeben, es ist meine Fahrlässigkeit, die zu seinem Tod führte und ich habe dafür keine Entschuldigung ", sagte sie. Dabei brach sie mehrmals in Tränen aus.

Mittlerweile untersuchen nicht nur die Polizeibeamten, sondern auch die Mitarbeiter der zuständigen Versicherung (Erawan Insurance Co) den Fall. Die Presse erwartet, dass an die Familie eine Entschädigung in Höhe von 600.000 Baht gezahlt werden soll.

Die 27-jährige Mutter bestätigte gegenüber der Presse, dass die entsprechenden Dokumente derzeit von der Versicherung geprüft werden. Unterdessen gab eine Verantwortliche der Schule bekannt, dass der 3-jährige noch gar nicht für den Unterricht in der Schule eingetragen sei. Deswegen sei es auch zunächst nicht aufgefallen, dass er fehlte.

Die Mutter dagegen gibt an, dass ihr Sohn bereits seit über einem Jahr den Kindergarten besucht. Bevor er dort zum Unterricht gegangen sei, habe sie bei der Schule extra für seine Schuluniform unterschreiben müssen. Sie könne nicht verstehen, warum ihr Sohn nicht in das Schulregister eingetragen wurde.

Ihr Sohn habe über die Ferien sogar Hausaufgaben gemacht, die hätte er von der Schule extra aufbekommen. Außerdem wurde in der Schultasche des 3-jährigen eine Kopie der Anmeldung der Schule gefunden. Das dürfte zumindest die Aussage der Schulleitung in Frage stellen.

Die Mutter hat sich nun zusätzlich an das Bildungsministerium gewandt und darum gebeten, ihr helfend zur Seite zu stehen.