Sicherheitsbeamter erschießt seine Freundin und dann sich selbst

pp Pattaya. Der Vorfall begann am Montagmorgen im Norden Pattayas am Wongamat Residence Hotel. Eine Angestellte des Hotels hatte die Polizei informiert und berichtet, dass ein Thai eine Frau mit vorgehaltener Waffe in ein Auto gezwungen habe.

Die Angestellte überreichte den Beamten ein Stück Stoff, auf den mit Lippenstift ein Hilferuf notiert war. Die Entführte bat dabei um Hilfe, sie sei von ihrem jüngeren Liebhaber entführt worden.

Die Beamten gaben sofort eine Fahndung nach dem Entführer heraus und konnten ihn nach 30 Minuten auf der Sukhumvit Straße in Nord Pattaya lokalisieren. Nach einer wilden Verfolgungsjagd gelang es dann einem der Offiziere, den hinteren Reifen des flüchtigen Toyota Vios mit einem Schuss zu zerstören.

Der Wagen geriet dadurch ins Schleudern und prallte gegen einen Strommast, der ihn dann endgültig stoppte. In dem Fahrzeug befanden sich der 20-jährige Herr Siwanutpipat, ein Sicherheitsbeamter einer Ölgesellschaft aus Laem Chabang sowie seine 35-jährige Geliebte Frau Chanyanan.

Die Beamten vermuten, dass der 20-Jährige kurz vor dem Unfall seiner Freundin mit einer 38 mm Pistole zuerst in die Brust und dann in die Wange geschossen hat. Als sein Fahrzeug dann gegen den Betonmast knallte, hat er die Waffe offenbar gegen sich selber gerichtet und sich in die rechte Kopfseite geschossen.

Als sich die Beamten dem Fahrzeug näherten stellten sie zu ihrem Erstaunen fest, dass beide Personen noch am Leben waren. Sowohl der Fahrer als auch die Beifahrerin wurden von den Rettungskräften aus dem Wrack gezogen und in das in der Nähe liegende Bangkok Hospital Pattaya gebracht. Laut ersten Angaben befinden sich beide Personen in einem kritischen Zustand.

Khun Picha, die 28-jährige Schwester des mutmaßlichen Schützen, erklärte den Beamten am Unfallort, dass das Paar erst seit kurzem in einer Beziehung war. Ihr Bruder sei sehr eifersüchtig gewesen. Deswegen sei es zwischen den beiden schon mehrmals zu einem Streit gekommen.

Die Beamten warten nun auf die Genesung des Schützen und wollen ihn dann zu seiner Tat befragen.