Schweizer Kinderschänder nutzt die Lücken im Gesetz aus

pp Pattaya. Der 69-jährige Schweizer T. hat bereits mehrfach Jugendliche missbraucht und wurde deswegen schon zweimal in der Schweiz verurteilt. Trotzdem konnte er jahrelang in der Schweiz weiter als Betreuer in Heimen mit Jugendlichen und Kindern arbeiten.

Herr T marschierte von Kanton zu Kanton und von Heim zu Heim und bot seine Arbeitskraft an. Die jeweiligen Arbeitgeber waren offenbar vollkommen ahnungslos. So konnte T. die Lücken im System schamlos ausnutzen.

Journalisten der „Sonntags-Zeitung“ haben sich die Mühe gemacht und den kriminellen Lebensweg des Schweizers recherchiert. Dabei stand ihnen ein Gerichtsdossier von 300 Seiten zur Verfügung.

Jetzt soll T. auch in Thailand auffällig geworden sein und rutschte ins Visier der thailändischen Polizei. Die Beamten hier verdächtigen T., dass er auch in Thailand kinderpornografisches Material produziert, und weiter nach Europa verkauft hat.

Offenbar hatte T. in Thailand freie Hand. Laut den Recherchen der Zeitung war T. seit mehr als acht Jahren ein wichtiger Mann in Pattaya. Er hatte Kontakte zum Rotlichtmilieu und war der Co-Betreiber des Gentlemen‘s Club und einer Go-Go-Bar.

Laut den Angaben der hiesigen Polizei ist T. heute in der Immobilienbranche unterwegs. Er soll entsprechendes Kapital besitzen und es an thailändische Familien verleihen. Als Gegenleistung habe er die Kinder seiner Schuldner auf sein Grundstück eingeladen, sagt ein Vertreter einer thailändischen NGO.

Da es zwischen der Schweiz und Thailand keinen Informationsaustausch gibt, hatten die Beamten hier keine Ahnung von dem Treiben des Kinderschänders. Sie erfuhren erst von den Journalisten über die Straftaten und Verurteilungen in der Schweiz.

Related Links