Mordanklage gegen die thailändische Frau eines Japaners aus Mangel an Beweisen fallengelassen

Mordanklage gegen die thailändische Frau eines Japaners aus Mangel an Beweisen fallengelassen

Ang Thong. Im Oktober letzten Jahres wurde der 83-jährige Kazuo Yoshioka mit durchgeschnittener Kehle und zahlreichen Stichwunden in seinem Haus in Ang Thong aufgefunden. Zunächst hatten die Ermittler die 47-jährige „Ehefrau“ Poranee Napadol im Verdacht, ihren Lebensgefährten getötet zu haben. Der ThailandTIP hatte Anfang des Jahres über den Fall berichtet.

Ehefrau bezahlt 40.000 Baht für die Ermordung ihres Gatten
Ehefrau bezahlt angeblich 40.000 Baht für die Ermordung ihres Gatten

Frau Napadol konnte jedoch glaubhaft nachweisen, dass sie zum Zeitpunkt des Mordes bei ihrer Mutter übernachtet hatte. Als nächstes hatten die Beamten dann ihren Schwager auf der Liste der Verdächtigen. Er wurde kurze Zeit später von der Polizei verhaftet und behauptete bei seinem Verhör, dass Poranee ihm 40.000 Baht für die Tötung des Japaners gezahlt habe. Er erklärte weiter, dass er den Auftrag angenommen und einem Freund für dessen Hilfe und Unterstützung bei dem Mord 10.000 Baht gezahlt habe.

Daraufhin wurde Frau Poranee am 15. Oktober 2015 ebenfalls von den Ermittlern verhaftet und mit einer Mordanklage eingesperrt. Allerdings bestritt sie bis zum Schluss energisch, etwas mit dem Mord an ihrem Lebensgefährten zu tun zu haben.

Bei einer Anhörung am Dienstag vor dem Landesgericht in Ang Thong wurde eine Erklärung verlesen in der das Gericht feststellte, dass die Beweise in diesem Fall widersprüchlich seien. Vor allem fehlten Beweise, dass Frau Poranee Napadol tatsächlich in den Fall verwickelt sei.

Die Anklage gegen sie wurde fallengelassen und sie wurde nach der Anhörung sofort auf freien Fuß gesetzt und konnte nach Hause gehen.

 

Quelle: StickboyBangkok