Patongs Para Segel Geschäfte verdient rund 250.000 Baht pro Tag

Patongs Para Segel Geschäfte verdient rund 250.000 Baht pro Tag

Phuket. Nach dem Tod des 70-jährigen australischen Geschäftsmannes Roger Hussey im Juli, und der anschließenden Untersuchung und Versprechen für eine „Niederschlagung“ der lokalen Para Segel Industrie, scheinen sich die Dinge wieder auf den gesetzlosen „normalen“ Zustand zurückgezogen zu haben. Der ThailandTIP hatte über den Unfall berichtet.

Lokale Reporter haben sich einen Tag Zeit genommen und sich die Geschäfte der Parasailing Betreiber genauer angesehen. Als erstes möchten sie dabei betonen: Nochmals. Wir haben nichts gegen gute Leute, die in ihrem eigenen Land Geschäfte machen. Die meisten Leute waren sehr angenehm. Wir berichten nur, was wir gesehen haben.

Die Journalisten hatten sich dazu einem typischen Samstagnachmittag ausgesucht, an dem nach ihren Angaben der Strand in Patong noch nicht einmal besonders voll und beschäftigt war. Als erstes konnten die Journalisten feststellen, dass die Para Segel-Verkäufer ihren Handel schon fast direkt bis vor die Bangla Straße ausgedehnt hatten.

Die Journalisten hatten den Strand in der Zeit von 17.15 bis 18.15 Uhr beobachtet und sich dabei notiert, dass in dieser einen Stunde 26 Personen einen Parasailing Flug von knapp 30 Sekunden gebucht hatten. Etwa alle zwei Minuten wurde ein neuer Kunde in das Flug Geschirr eingeklinkt und dann von dem schnellen Motorboot auf See in die Luft gezogen. Kurze Zeit später war der Flug auch schon wieder vorbei und der Schirm setzte wieder zur Landung auf dem Strand in Paton an.

Das ganze System, wird insgesamt von fünf Assistenten geführt. Das wichtigste sind wohl ein paar Verkäufer, die um den Strand mit einer mehrsprachigen Flash-Karte ihre Runden ziehen, um das Geschäft anzukurbeln und die Werbetrommel zu rühren. Dazu kommen zwei weitere Personen, die das Motorboot bedienen.

Bei einem Preis von 1.200 Baht für einen Kurz Flug und 1.500 Baht für einen längeren Flug ergibt das einen Stundenverdienst von 31.200 Baht. Wenn sie diesen Betrieb einen ganzen Tag lang für nur acht Stunden betreiben, dann haben die Leute das Potenzial, und können pro Tag fast 250.000 Baht einnehmen. Wohlgemerkt, PRO TAG!

Natürlich ist es unwahrscheinlich, dass dies den ganzen Monat über an jedem Tag so ist. Allerdings war zu beobachten, dass die Zahl der willigen Kunden, die einmal so einen Flug genießen wollten, kein Ende zu nehmen schien. Und das an Phukets geschäftigsten und aber gleichzeitig auch am wenigsten sauberen Strand in Patong.

Das Geschäft mit den Para Segeln übers Meer ist also offensichtlich sehr effizient und lukrativ. Ein Einkommen von zweimal dem durchschnittlichen monatlichen thailändischen Lohn, in einer Stunde!

Natürlich dürfen dabei die Kosten nicht übersehen werden. Sie müssen Treibstoffkosten für das Boot kalkulieren, die Wartung des Bootes, die Lagergebühren, und vermutlich auch noch ihre „Dankbarkeit“ dafür, dass sie in der Lage sind, an einem öffentlichen Strand in der erster Linie zu arbeiten, zeigen. Dazu kommen noch die Löhne der Assistenten, die helfen den Schirm anzulegen und die Verkäufer, die den ganzen Tag den Strand auf der Suche nach Kunden auf und ab laufen.

Soweit zu dem eigentlichen Betrieb. Aber es gibt noch ein paar „Kleinigkeiten“, die den Reportern aufgefallen sind.

Als erstes ist da der sogenannte „Jockey“ zu sehen, der zusammen mit dem zahlenden Passagier hängt und mit in die Luft gezogen wird. Dieser Mann hat leichtsinniger Weise keine direkte Verbindung mit dem Schirm. Er hält sich vom Start bis zur Landung nur mit seinen Händen an dem Schirm fest. Dabei ist nicht genau klar, welche Funktion dieser Jockey hat.

Er wird bei der Landung nicht benötigt, da sich nach der Landung sofort das „Bodenpersonal“ um den Kunden kümmert und ihm blitzschnell das Geschirr wieder auszieht. Sie können in den letzten Momenten des Landungsprozesses irgendeine Art von Lenkung durchführen, aber die Geschwindigkeit des Bootes und des Windes bestimmen und übernehmen fast vollständig die Kontrolle über den Flugweg des Parasail Schirm.

Zweitens fällt auf, dass die Bodenassistenten ein bisschen aggressiv mit den Leuten umgehen, die durch ihre „Domäne“ gehen – der Bereich, der für die Start-offs, die Landungen und das Schleppseil (das ist etwa 50 Meter lang) benötigt wird.

Sie scheuchen die Touristen weg, meistens für ihre eigene Sicherheit. Sie scheinen nicht viel Kundendienst-Training in Bezug auf ihre Handhabung mit den Touristen zu besitzen, deren einziges Verbrechen es ist, entlang eines öffentlichen Strandes zu gehen.

All diese Sachen sind den aufmerksamen Reportern aufgefallen und sie stellen sich die berechtigte Frage: „Warum können die Parasail und die Jet Ski Betreiber diese unbeaufsichtigten Abenteueraktivitäten an einem öffentlichen Strand betreiben? Wer hat ihnen die Erlaubnis dazu erteilt? wenn doch alle anderen kommerziellen Aktivitäten verboten sind“?

  • Quelle: Phuket Gazette