Seine Majestät König Maha Vajiralongkorn wirbt um deutsche Investoren

Seine Majestät König Maha Vajiralongkorn wirbt um deutsche Investoren

Bangkok. Um das Wachstum und die Wirtschaft in Thailand weiter anzukurbeln, ist seine Majestät König Maha Vajiralongkorn in Deutschland auf der Suche nach geeigneten Investoren, die ihr Geld in Thailand investieren wollen. Das Wirtschaftswachstum des 68 Millionen Einwohner Landes lahmt trotz aller Bemühungen der Regierung bereits seit einiger Zeit, behaupten viele Experten und Kritiker der Regierung.

Immer mehr politische Aktivisten sind offensichtlich nicht mehr bereit weiter stillzuhalten und tragen ihren Unmut über die Militärregierung von General Prayuth Chan o-cha auf die Straße. Der General hatte sich im Frühjahr 2014 an die Macht geputscht und versucht seither das angeschlagene Schwellenland wirtschaftlich wieder auf Kurs zu bringen. Allerdings ist sein Erfolg bisher äußerst bescheiden, bemängeln die politischen Aktivisten und seine Gegner.

„Seine Majestät der König beobachtet die Entwicklung in Thailand mit größter Sorge“, sagt ein europäischer Diplomat in Bangkok, der gute Kontakte zum Königshaus unterhält.

Maha Vajiralongkorn fürchte Unruhen in seinem Land und nehme darum selbst von Deutschland aus deutlich stärkeren Einfluss auf das Schicksal einer Heimat. Dabei hat seine Majestät der König laut den Angaben der Wirtschaftswoche bereits einen Plan zur Rettung seines Landes. König Maha Vajiralongkorn möchte Thailand mit der Hilfe von deutschen Unternehmen und Investoren wieder nach vorne bringen und die Wirtschaft deutlich ankurbeln.

Weil die amtierende Regierung an ihrem Job scheitert, muss der König jetzt selber ran. Dabei möchte König Maha vor allem deutsche Investoren für seinen Plan und für die Rettung der thailändischen Wirtschaft gewinnen, behauptet die Wirtschaftswoche in ihrem Bericht.

Während Länder wie Vietnam, Indonesien oder die Philippinen mittlerweile mit Wachstumsraten zwischen fünf und sieben Prozent weiter nach oben steigen, muss sich Thailand mit einem mageren Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von 3,5 Prozent zufrieden geben.

Dabei liege das „ Potenzial des Wirtschaftswachstums “ des Landes bei vier bis fünf Prozent, sagte Rajiv Biswas, der Chefökonom für Asien bei IHS Global Insight in Singapur. Durch die politischen Unruhen der vergangenen Jahre habe sich das Wirtschaftswachstum allerdings mitunter fast halbiert, sagte Herr Biswas weiter.

Schon seit einigen Jahren investieren Unternehmen aus dem Ausland immer weniger in das Königreich. Selbst die Investitionen aus Japan, die jahrzehntelang ein verlässlicher Partner Thailands waren, schrumpften zuletzt.

Dagegen sieht es beim Handel und den Geschäften mit der Bundesrepublik eher positiv aus. Hier brummt laut den Angaben von IHS Global Insight in Singapur das Geschäft. In den vergangenen Jahren eröffneten so bekannte Unternehmen wie Bosch, Continental, Daimler oder der Badarmaturenhersteller Grohe in Thailand neue Fabriken.

Im Jahr 2016 investierten deutsche Unternehmen noch mehr als 75 Millionen US-Dollar in das Königreich. Das deutliche Wachstum war im vergangenen Jahr 2017 zu sehen, nachdem alleine in den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres schon 244 Millionen US-Dollar von ausländischen Investoren in das Königreich investiert wurden.

Laut den aktuellen Angaben der Wirtschaftswoche sind mittlerweile rund 600 deutsche Unternehmen in Thailand aktiv. Seine Majestät König Maha möchte die Investoren bei Laune halten und forciert die Geschäfte nach Kräften.

Nach dem Tod seines Vaters König Bhumibol im hohen Alter von 88 Jahren vor rund eineinhalb Jahren wurde der damalige Prinz Vajiralongkorn zum neuen Staatsoberhaupt.

Seine Majestät König Maha Vajiralongkorn zusammen mit seinem Sohn in Deutschland

Seine Majestät König Maha Vajiralongkorn zusammen mit seinem Sohn in Deutschland

 

Dabei ist bekannt, dass der Thronfolger schon seit Jahren die meiste Zeit in Bayern verbringt. Der Monarch schätzt das gemäßigte Klima, die Berge, Seen und die ausgedehnten Wälder im Süden Deutschlands, heißt es in dem Bericht weiter.

 

  • Quelle: WirtschaftsWoche