Ausschuss erlässt neue Regeln für den medizinischen Tourismus

Ausschuss erlässt neue Regeln für den medizinischen Tourismus

BANGKOK. Das thailändische Medical Hub Komitee hat am Dienstag (30. Juni) eine Reihe von neuen Richtlinien für den medizinischen Tourismus vorgestellt, während sich das Land darauf vorbereitet, seine Grenzen für die internationalen Besucher zu öffnen.

Die erste Sitzung des Medical Hub Committee, an der auch Mitglieder der Öffentlichkeit, verwandter Ministerien und des Privatsektors teilnahmen, führte zu drei Entscheidungen, sagte Dr. Tares Krassanairawiwong, der Generaldirektor des Department of Health Service Support.

Die erste Entscheidung sei eine Politik in Bezug auf die Quarantäneanforderungen für Thailänder und Ausländer, die zur medizinischen Behandlung aus dem Ausland anreisen.

Diese Besucher werden gebeten, den Nachweis zu erbringen, dass sie mindestens 72 Stunden vor ihrer Ankunft im Land auf Covid-19 getestet wurden und eine 14-tägige Quarantäne absolvieren müssen.

Dr. Tares fügte hinzu, dass diejenigen, die beabsichtigen, zu medizinischen Eingriffen nach Thailand zu reisen, sich hier – vor, während und nach der Behandlung – drei Covid-19 Screenings unterziehen müssen. Viele Quarantäneeinrichtungen in den Krankenhäusern haben sich bereits auf die medizinischen Touristen vorbereitet, sagte er weiter.

Thailändische Patienten, die aus dem Ausland anreisen, haben die Möglichkeit, sich in einem staatlichen Krankenhaus unter Quarantäne zu stellen – wo die Kosten ihres Aufenthalts teilweise von ihrer staatlichen Krankenversicherung übernommen werden – oder in einem alternativen Krankenhaus, das im Voraus gebucht und von den Patienten selbst bezahlt werden muss, sagte Dr. Tares.

Ausländische Patienten müssen ihre Quarantänearrangements jedoch im Voraus buchen, da die staatliche Quarantäne nur den thailändischen Staatsbürgern vorbehalten ist, betonte er.

Das zweite Ergebnis, fügte er hinzu, war die Billigung des Slogans „Beyond Healthcare, Trust Thailand“ – ein Teil der Bemühungen der Regierung, Thailand als Gesundheitshauptstadt der Welt zu etablieren.

Das dritte Ergebnis, so Dr. Tares, ist die Entscheidung, die Produktion lokal hergestellter medizinischer Geräte zu fördern, darunter Covid-19 Testkits, persönliche Schutzausrüstung (PSA), Desinfektionsmittel und Behandlungsausrüstung.

Die thailändische Tourismusbehörde hat ebenfalls das Ziel des Gesundheitstourismus überarbeitet. Thailänder in Übersee sind jetzt die neuesten Zielpatienten. Thailand setzt sich ein neues Ziel und möchte bis 2024 ein globales Reiseziel für Medizin- und Wellness Touristen werden, um internationale Reisende aus Übersee und 1 Million Thailänder anzulocken, so die thailändische Tourismusbehörde (TAT).

Da die Covid-19 Pandemie das Bewusstsein für das Gesundheitswesen weiter schärft und die Nachfrage nach präventiver und regenerativer Medizin beschleunigt, sieht die TAT darin eine gute Chance, insbesondere angesichts des guten Rufs des Landes für medizinische Dienstleistungen, sagte der Gouverneur der TAT, Herr Yuthasak Supasorn.

Um dieses neue Ziel in fünf Jahren zu erreichen, wird die TAT den Zielmarkt auf rund 1 Million Thailänder ausweiten, die im Ausland leben, nachdem sie zu einem kritischen Zeitpunkt Schwierigkeiten beim Zugang zu medizinischen Dienstleistungen in anderen Ländern festgestellt haben.

 

  • Quelle: Bangkok Post