Außenministerium bestreitet, die Entfernung des Banners von –Freies Palästina - in Bangkok angeordnet zu haben

Außenministerium bestreitet, die Entfernung des Banners von – Freies Palästina – in Bangkok angeordnet zu haben

BANGKOK. Das thailändische Außenministerium stellte am Freitag (11. Juni) klar, dass die Entfernung des Banners „Freies Palästina“ in der Nähe des Sathu Pradit Expressway in Bangkok nicht auf Anordnung des Ministeriums erfolgt sei.

Den Berichten zufolge wurde am 3. Juni ein riesiges Banner mit der palästinensischen Flagge zusammen mit der Botschaft „Freies Palästina“ auf einer Werbetafel in der Nähe der Schnellstraße gesehen. Keine Gruppe hatte bisher die Verantwortung für das Banner übernommen, bis es später vom Besitzer der Werbetafel wieder entfernt wurde.

Dann kamen Gerüchte auf, das Außenministerium habe den Besitzer gezwungen, es abzubauen, aus Angst, dies könnte die internationalen Beziehungen beeinträchtigen.

„Thailand hat sich für Friedensgespräche zwischen Israel und Palästina im Rahmen des Zweistaatenlösungsansatzes eingesetzt, bei denen beide Länder friedlich und mit gegenseitig akzeptierten Grenzen im Nahen Osten koexistieren können“, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Thani Saengrat.

„Wir fördern auch einen gewaltfreien Ansatz und hoffen, dass beide Länder in einem geeigneten Umfeld wieder Friedensverhandlungen aufnehmen werden“, fügte er weiter hinzu“.

Thani fügte noch hinzu, dass Thailand Palästina am 17. Januar 2012 offiziell als Staat anerkannt habe und seit dem 1. August 2012 diplomatische Beziehungen zu Palästina aufgenommen habe.

„Seit neun Jahren pflegen Thailand und Palästina eine positive Beziehung. Der palästinensische Präsident besuchte Thailand 2016 als Regierungsgast, während Thailand am 23. Juni 2020 30.000 US-Dollar spendete, um Palästina bei der Bekämpfung des Covid-19 Ausbruchs zu helfen“, sagte er.

Thani fügte hinzu, dass Thailand auch die akademische und die Entwicklungszusammenarbeit mit Palästina auf bilateraler und multilateraler Ebene aufrechterhalten habe. Dazu gehören auch die Bereitstellung von akademischer Ausbildung durch die Thailand International Cooperation Agency, sowie die Ausrichtung der Konferenz über die Zusammenarbeit zwischen den ostasiatischen Ländern für die palästinensische Entwicklung im Jahr 2018.

Zusätzlich wurden Spenden an das United Nationales Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge im Nahen Osten mit 40.000 US-Dollar pro Jahr seit 1978 im Rahmen einer mehrjährigen Zusage gemacht.

 

  • Quelle: The Nation Thailand