BANGKOK. Das Ministerium für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft (DES) hat sich mit verschiedenen Plattformen zusammengetan, um gegen Fake News und Desinformationen zum thailändisch-kambodschanischen Grenzkonflikt vorzugehen. Das Ziel, diese innerhalb von drei Stunden zu erkennen, wurde gesetzt, nachdem in den letzten fünf Jahren 1,1 Milliarden mutmaßliche Fälle falscher Online-Informationen im Zusammenhang mit Grenzstreitigkeiten entdeckt wurden.
Weitere Social-Media Plattformen sind ebenfalls an Bord. DES-Minister Prasert Jantararuangtong sagte nach einem hochrangigen Treffen des Ausschusses für die Überwachung und Analyse von Social-Media Nachrichten, dass neue Maßnahmen zur Bekämpfung von Fake News und Informationsoperationen (IO) ergriffen worden seien.
In seiner Rede im Regierungsgebäude sagte Herr Prasert, das Ministerium habe am Dienstag Gespräche mit den wichtigsten Social-Media Plattformen geführt, um eine Zusammenarbeit bei der Erkennung und Entfernung falscher Informationen und IO-bezogener Konten zu erreichen.
Die Plattformen reagierten positiv und es wurden mehrere wichtige Vereinbarungen getroffen.
Bei dem Treffen wurde vereinbart, Fake News im Zusammenhang mit den Unruhen in den Grenzregionen Thailands Priorität einzuräumen und KI-Technologie einzusetzen, um Fake News über alle Kanäle hinweg zu erkennen und zu blockieren.
Die Teilnehmer einigten sich außerdem darauf, den Personalbestand zur Durchsetzung von Maßnahmen gegen Fake News aufzustocken und Fälle von IO oder Inhalten psychologischer Operationen an die Electronic Transactions Development Agency (ETDA) zu verweisen, damit diese über eine Plattformkoordination benachrichtigt und entfernt werden kann.
Sie einigten sich außerdem darauf, die Online-Identitätsprüfung zu verstärken und insbesondere von Unternehmen eine Überprüfung für die Platzierung von Anzeigen zu verlangen – einige dieser Maßnahmen sind bereits im Gange.
Der Ausschuss verabschiedete außerdem ein Schnellreaktionsprotokoll. Sobald Fake News erkannt und verifiziert werden, müssen innerhalb von drei Stunden sachliche Richtigstellungen an die Öffentlichkeit gebracht werden.

Seit 2019 hat das Ministerium 1,1 Milliarden mutmaßliche Falschmeldungen zur Überprüfung und Analyse erfasst. Dank verbesserter Technologie hat sich die Fähigkeit der Regierung, solche Desinformationen zu erkennen und darauf zu reagieren, jedoch deutlich verbessert.
Das DES-Ministerium und die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit werden eng zusammenarbeiten, um rechtzeitig eine Kommunikation zu starten und eine kontinuierliche Überwachung durchzuführen, sagte der Minister.
Die National Broadcasting and Telecommunications Commission (NBTC) wurde beauftragt, an IO-Aktivitäten beteiligte Dienstanbieter zu untersuchen und dem Ausschuss Bericht zu erstatten.
- Quelle: Bangkok Post