Hilfspakete für die Grenze erhalten Zustimmung der Regierung
BANGKOK. Finanzminister Pichai Chunhavajira hat ein von der thailändischen Handelskammer (TCC) vorgeschlagenes Paket wirtschaftlicher Hilfsmaßnahmen gebilligt, um den von den jüngsten Unruhen entlang der thailändisch-kambodschanischen Grenze betroffenen Gemeinden zu helfen.
Die betroffenen Gemeinden liegen in sieben Provinzen – Trat, Chanthaburi, Sa Kaeo, Buri Ram, Surin, Si Sa Ket und Ubon Ratchathani.

Menschen, die von den Spannungen entlang der thailändisch-kambodschanischen Grenze betroffen sind, suchen Zuflucht in einer Notunterkunft in der Provinz Buri Ram. (Foto: Surachai Piragsa)
Nach Gesprächen mit dem TCC-Vorsitzenden Poj Aramwattananont am Donnerstag bekräftigte Herr Pichai, der auch stellvertretender Premierminister ist, die Verpflichtung der Regierung, die Auswirkungen der Zusammenstöße mit Maßnahmen in den Bereichen Steuern, Finanzen, Tourismus, Arbeit und Landwirtschaft zu mildern.
Das TCC schlug mehrere Steueranreize vor, darunter doppelte Abzüge für Unternehmen, die Konferenzen oder Studienreisen in den sieben betroffenen Provinzen abhalten, sowie eine 90-prozentige Senkung der lokalen Steuern wie Grundstücks-, Gebäude- und Beschilderungsgebühren.
Darüber hinaus wurde zu mehr Nachsicht gegenüber den örtlichen Unternehmen aufgerufen, darunter der Verzicht auf Zuschläge und Strafen für verspätete Steuererklärungen oder reduzierte Gewinnerklärungen.
Die Kammer empfahl außerdem, die Steuerfristen um bis zu sechs Monate zu verlängern und den Quellensteuersatz für Unternehmer in Grenzgebieten vorübergehend für ein Jahr von 3 % auf 1 % zu senken.
Zur finanziellen Entlastung forderte das TCC die staatlichen Banken auf, zinsgünstige Kredite von bis zu 50.000 Baht pro Haushalt anzubieten, mit einem Zinssatz von maximal 1 Prozent und einer einjährigen Rückzahlungspause. Es wurde außerdem vorgeschlagen, einen Wiederaufbaufonds in Höhe von 5 Milliarden Baht einzurichten, um die lokale Wirtschaft wiederzubeleben.
Um den Tourismus anzukurbeln, forderte die Kammer das Thailand Convention and Exhibition Bureau (TCEB) und die Tourism Authority of Thailand (TAT) auf, Budgets für Konferenzen und Seminare in den betroffenen Provinzen bereitzustellen und dabei den sicheren Zonen Priorität einzuräumen.
Darüber hinaus wurden Regierungsbehörden und lokale Organisationen im ganzen Land gebeten, in diesen Gebieten Treffen und Studienreisen zu veranstalten, um bei der Verteilung der Einnahmen an die betroffenen Gemeinden zu helfen.
- Quelle: Bangkok Post