PHNOM PENH. Südkoreanische Banken in Kambodscha frieren 2 Milliarden Baht ein, die mit der Prince Group in Verbindung stehen, während Seoul neue Sanktionen wegen Betrug und Menschenrechtsverletzungen vorbereitet
Einem Bericht der Korea Times vom Montag (20. Oktober 2025) zufolge, der sich auf einen südkoreanischen Abgeordneten berief, wurden mehr als 90 Milliarden Won (rund 2 Milliarden Baht) der Prince Group in südkoreanischen Bankfilialen in Kambodscha versteckt. Der Konzern steht im Verdacht, ein globales Online-Betrugsnetzwerk zu betreiben.
Kang Min-guk , Mitglied der oppositionellen People Power Partei, gab unter Berufung auf Daten der Finanzaufsichtsbehörde (FSS) bekannt, dass die kambodschanische Gruppe 52 Finanztransaktionen über fünf südkoreanische Banken in Kambodscha im Gesamtwert von 197 Milliarden Won (ca. 4,53 Milliarden Baht) durchgeführt habe. Davon lagen rund 91 Milliarden Won auf Einlagenkonten verschiedener Banken: 56 Milliarden Won bei der KB Bank, 27 Milliarden Won bei der Jeonbuk Bank und 7 Milliarden Won bei der Woori Bank.
Die Korean Bankers Association bestätigte, dass die KB Bank und vier weitere Institute am Donnerstag (16. Oktober 2025) die Einlagen der Prince Group eingefroren haben.
Die Prince Group wurde von der internationalen Gemeinschaft wegen mutmaßlicher Beteiligung an Entführungen, Folter und Mord sanktioniert. Die südkoreanische Regierung bereitet derzeit im Rahmen eines umfassenderen internationalen Vorgehens gegen transnationale Verbrechernetzwerke eigene Sanktionen vor.

Lee Eok-won , Vorsitzender der Financial Services Commission (FSC), sagte, die Behörde arbeite dringend mit den zuständigen Behörden zusammen, um Sanktionen gegen die Prince Group zu verhängen. Dieser Schritt folgte auf frühere Maßnahmen der USA und Großbritanniens, die beide Sanktionen gegen das Unternehmen verhängt hatten. Die US-Bundesanwaltschaft hat zudem Chen Zhi, den Vorsitzenden der Prince Group, wegen Betrugs und Geldwäsche angeklagt.
- Quelle: The Nation Thailand