BANGKOK. Thai AirAsia und Thai AirAsia X setzen im Sommerflugplan 2026 ausgewählte Inlands- und Auslandsstrecken aus, da die steigenden Kerosinpreise den Flugbetrieb beeinträchtigen.Die Aussetzungen betreffen mehrere Verbindungen zwischen April und Oktober 2026. Passagiere werden informiert und erhalten die Möglichkeit, ihre Flüge umzubuchen oder eine Gutschrift zu erhalten. Dieser Schritt spiegelt die zunehmende Belastung des thailändischen Luftfahrtsektors durch die stark steigenden Treibstoffpreise wider.
Die Fluggesellschaft bestätigte die vorübergehende Einstellung mehrerer Strecken, darunter Suvarnabhumi–Narathiwat vom 21. April bis 24. Oktober und Don Mueang–Xi’an vom 11. Mai bis 23. Oktober. Weitere betroffene Strecken sind Hongkong–Okinawa vom 7. Mai bis 24. Oktober sowie Phuket–Chennai und Kochi in ähnlichen Zeiträumen. Thai AirAsia X wird außerdem die Flüge von Don Mueang–Shanghai vom 17. April bis 24. Oktober und von Don Mueang–Riad vom 14. April bis 30. Mai aussetzen.
Die Störungen treten inmitten einer sich verschärfenden globalen Ölkrise auf, die mit den Spannungen im Nahen Osten zusammenhängt und die Kosten für Flugtreibstoff drastisch in die Höhe getrieben hat. Der Preis für Jet A-1 ist von rund 80 US-Dollar pro Barrel vor dem Konflikt auf über 140 US-Dollar pro Barrel gestiegen. Treibstoff machte zuvor etwa 30 Prozent der Kosten pro Flug aus, sodass die Preiserhöhung die Betriebskosten erheblich erhöht hat.
Auf der offiziellen Reiseinformationsseite von AirAsia heißt es, dass betroffene Passagiere per E-Mail und SMS kontaktiert werden. Ihnen werden Umbuchungsmöglichkeiten oder Gutschriften für zukünftige Reisen angeboten. Die Fluggesellschaft spricht nicht von dauerhaften Flugstreichungen, sondern bezeichnet die Aussetzungen als vorübergehende Anpassungen zur Kostenkontrolle.

Die Streckenstreichungen verdeutlichen die umfassenderen Herausforderungen, vor denen Fluggesellschaften angesichts steigender Treibstoffpreise und sinkender Gewinnmargen stehen. Weltweit überprüfen Fluggesellschaften ihre Netzwerke, Flugfrequenzen und Kapazitäten, um unter den aktuellen Bedingungen wirtschaftlich tragfähig zu bleiben. Für Thailand, das stark vom Tourismus und der Fluganbindung abhängig ist, könnten die Änderungen die Reisepläne während der Hauptreisezeit im Sommer beeinträchtigen.
Laut der Zeitung „The Nation“ wird die Dauer der Flugausfälle voraussichtlich von der Entwicklung der Treibstoffpreise und geopolitischen Gegebenheiten abhängen. Die Fluggesellschaften werden die Kosten voraussichtlich weiterhin genau beobachten und bei anhaltend hohen Preisen gegebenenfalls weitere Flugplananpassungen vornehmen. Passagieren wird empfohlen, regelmäßig ihren Flugstatus zu überprüfen und sich über die offiziellen Mitteilungen der Fluggesellschaften auf dem Laufenden zu halten.
- Quelle: ASEAN Now, The Nation Thailand