BANGKOK. Assistenzprofessor Dr. Noppadol Kannika, Mitglied des thailändischen Nationalen Polizeipolitischen Komitees, hat neue nationale Sicherheitsgesetze gefordert, um moderne Bedrohungen wie ausländische Einflussnahme, Cyberangriffe und Wirtschaftsspionage zu bekämpfen.
In einer Rede am 13. Mai schlug er vor, dass Thailand eine Debatte darüber beginnen sollte, ob schwere Straftaten, die die nationale Souveränität und Sicherheit gefährden, unter strengen rechtlichen Schutzmaßnahmen mit der Todesstrafe geahndet werden sollten.
Noppadol warnte davor, dass moderne Konflikte nicht mehr mit Panzern oder Raketen beginnen, sondern mit Informationskriegsführung, Online-Einflusskampagnen, Finanznetzwerken und verdeckter Intervention. Er sagte, Thailand sei wachsenden Risiken durch Cyberoperationen, Desinformationskampagnen, Lobbynetzwerke, strategische Landkäufe und Versuche zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung über digitale Plattformen und soziale Spaltungen ausgesetzt.
Er argumentierte, dass Länder ohne strenge Gesetze gegen Spionage und ausländische Einmischung ihre Souveränität schleichend von innen heraus verlieren könnten. Laut Noppadol könnten Bedrohungen durch die Manipulation von Daten, Medien, gesellschaftlichen Narrativen und wirtschaftlichem Einfluss entstehen, was letztlich das Vertrauen der Öffentlichkeit schwächen, staatliche Institutionen schädigen und gesellschaftliche Spaltungen hervorrufen würde.
Der Akademiker und ehemalige Berater des Ombudsmanns äußerte zudem Bedenken hinsichtlich des mutmaßlichen Machtmissbrauchs staatlicher Beamter bei der Ausstellung von Landrechten, Staatsbürgerschaftsdokumenten und Genehmigungen, die ausländische Strohmannstrukturen ermöglichen. Er warnte davor, dass strategische Gebiete wie Grenzregionen, Touristenziele, Sonderwirtschaftszonen und Gebiete in der Nähe kritischer Infrastrukturen anfällig für Geldwäsche, transnationale Einflussnetzwerke und wirtschaftliche Dominanz werden könnten, wenn dem nicht Einhalt geboten werde.
Noppadol betonte, Thailand solle sich auf die Identifizierung verdächtiger Muster konzentrieren, anstatt Ausländer pauschal ins Visier zu nehmen. Er nannte Beispiele wie ungewöhnliche Landbesitzstrukturen über thailändische Strohmänner, rasche demografische Veränderungen, geschlossene Geschäftskreise mit Verbindungen zu ausländischem Kapital und intransparente Finanztransaktionen.
Er verwies auf Länder wie die USA, China und Großbritannien, die Gesetze gegen ausländische Einflussnahme, Cyberangriffe, Wirtschaftsspionage und strategische Sabotage eingeführt haben. Noppadol erklärte, Thailand solle demokratische Rechtsrahmen im Ausland studieren und diese an die thailändischen Gegebenheiten anpassen, wobei die bürgerlichen Freiheiten und die Rechtsstaatlichkeit gewahrt bleiben müssten.

Der Vorschlag unterstrich zudem die wachsende Bedeutung der Bekämpfung hybrider Bedrohungen und Einflussoperationen im digitalen Zeitalter. Noppadol erklärte, die moderne Kriegsführung konzentriere sich zunehmend auf die Kontrolle von Ideen und der öffentlichen Meinung anstatt auf Territorium, und warnte davor, dass Gesellschaften destabilisiert werden könnten, ohne dass die Bürger merkten, dass sie ins Visier genommen würden.
Er betonte, dass künftige Gesetze der richterlichen Aufsicht unterliegen und die Menschenrechte achten müssten, um einen Missbrauch für politische Zwecke zu verhindern. Obwohl er die Möglichkeit der Todesstrafe für schwere Straftaten gegen die nationale Sicherheit in Betracht zog, räumte er ein, dass viele demokratische Länder Haftstrafen und Transparenzmaßnahmen der Todesstrafe vorziehen.
Die Daily News berichtete, dass Thailand nun mit weiteren öffentlichen Debatten darüber konfrontiert sein wird, wie nationale Sicherheit, Souveränität und bürgerliche Freiheiten in Einklang gebracht werden können, da die Besorgnis über ausländischen Einfluss und strategische Wirtschaftskontrolle zunimmt.
- Quelle: ASEAN Now, Dailynews