Ein Sprecher der thailändischen Textilindustrie sagte, man werde das Ziel, den Export um 10% zu steigern, vermutlich nicht erreichen. Allein im September und Oktober schlossen 19 Fabriken, 5350 Arbeiter wurden entlassen.
Wirtschaft
Exporte fallen auf ein historisches Tief
Beschwichtigungsversuche auf Seiten der Wirtschaft, der Regierung und der thailändischen Zentralbank (BoT) wirken lächerlich.
Arbeiter blockieren Straßen
Am 16. Dezember blockierten Arbeiter mit Lastern in Loei die Straßen zu einer Mühle, damit die Behörden die Mindestpreise für landwirtschaftliche Produkte erhöht.
Angestellte von Thainox demonstrierten
Ein Demonstrant sagte, die Firma habe alle Angestellten „gebeten“, neue Arbeitsverträge zu unterschreiben. Diese neuen Verträge sehen Kürzungen von Sozialleistungen und von Bonuszahlungen vor.
Steuereinnahmen um über 10% gesunken
Der Direktor der Finanzbehörde, Somchai Sujjapongse, teilte mit, daß die Steuereinnahmen im Oktober und November um 12,8% gesunken sind (Vergleichszeitraum 2008).
Arbeiter von Automobil-Zuliefererbetrieb streiken
Ein streikender Arbeiter der Firma Yanaphan Co. Ltd. sagte, es gebe keine Überstunden mehr, ferner wurde jeder Arbeiter informiert, daß in diesem Jahr ein Weihnachtsgeld (Jahresendbonus) von nur 5000 Baht pro Person gezahlt werden würde.
Die Weltwirtschaftskrise erreicht Thailand
Der Vorsitzende des Thailändischen Industrieverbandes Ayutthaya, Tosapol Wangsilabat, sagte, 27 Fabriken werden im Laufe der nächsten zwei Wochen weitere Entlassungen vornehmen. Die meisten Beschäftigten arbeiten in der Elektronikindustrie.
Weltwirtschaftskrise: 900.000 Arbeitsplätze gehen 2009 verloren
Die Vize-Generalsekretärin des NESAC, Suwannee Jariyapom legte alarmierende Zahlen vor. Sie sagte am 8. Dezember, im III. Quartal 2008 standen 37,84 Millionen Arbeitnehmer in einem Beschäftigungsverhältnis. Die Arbeitslosenquote betrug nur 1,2%.Hauptsächlich liege das an einem ständigen Wachstum der Landwirtschaft. In der Industrie gingen die Beschäftigungszahlen jedoch wegen einem Rückgang der Exporte um 6,5% zurück.
Eine Folge der Flughafenschließung: Höhere Versicherungsbeiträge
Tanit Sorat, Vize-Präsident der Vereinigten Thai-Industrien (FTI), sagte, daß die Angelegenheit weitereichende Folgen habe. Lieferanten errechnen die Gebühren für die Logistik aus Transport-, Lager-, Stau- und Versicherungskosten. Die Gebühren der Versicherungen hängen von der Reputation des Landes ab.
Der Zinshammer der BoT: Leitzins um ein Prozent auf 2,75% gesenkt
Das ist die höchste Zinssenkung seit Bestehen des Monetary Policy Committee (MCP), das im Jahre 2000 gegründet wurde.
Exporteure verloren 3,5 Milliarden Baht pro Tag
900 Tonnen für Thailand bestimmte Güter konnten nicht geliefert werden. 1500 Tonnen konnten von Thailand nicht ausgeführt werden – zumeist handelte es sich um verderbliche Ware wie Obst und Gemüse sowie Blumen.
Thailand im Stillstand: Die wirtschaftlichen Folgen
Finanzminister Suchart Thadathamrongvej schätzt den Schaden durch die Schließung des Flughafen im IV. Quartal 2008 auf 100 Milliarden Baht. Thailands Wirtschaft, die langsam aber sicher von der Weltwirtschaftskrise erfaßt wird, sei nun am Boden: „Die Demonstrationen schädigen Vertrauen, Investitionen und Tourismus.“
Das „Investitions-Image“ ist im Keller
Der Machtkampf zwischen den Unterstützern des durch einen Militärputsch vertriebenen Ex-Premiers Thaksin und seinen von Royalisten unterstützten Gegnern wird Thailand weiterhin polarisieren – egal, wie die momentane politische Krise beigelegt wird.
Wirtschaft auf Talfahrt, mehr Arbeitslose
Das Bruttoinlandsprodukt wird nächstes Jahr zwischen 3 und 4% steigen, einen Prozentpunkt weniger als zuvor berechnet.
Thailand verliert sein Gesicht
Ohne Ratifizierung kann Thailand etwa 30 Handelsabkommen nicht unterzeichnen: „Thailand als Gastgeber und Vorsitzender verliert sein Gesicht, wenn es das einzige Land der ASEAN-Staaten ist, daß die Verträge nicht unterzeichnen kann.“ Das habe Auswirkungen auf das Vertrauen und die Vormachtsstellung des Königreiches in der Region.
Automobilkrise erreicht Thailand
Die Autobauer verbrennen derzeit monatlich Milliardensummen, blitzen aber bei privaten Kreditgebern nicht zuletzt wegen der Finanzkrise ab. Die Auswirkungen sind weltweit zu spüren, auch in Thailand, dem „Detroit Asiens“.






