Durchsuchungsbefehl gegen Tigertempel

Kanchanaburi. Das Landgericht hat am Montag einen Durchsuchungsbefehl ausgestellt, der es den Beamten erlaubt, den Tigertempel zu betreten.

Dies, nachdem sie noch am Morgen beim Betreten des Klosters gehindert wurden, als sie beginnen wollten, die 137 verbleibenden großen Katzen abzutransportieren. Widerstand war zu erwarten, nachdem die Behörden am Samstag angekündigt hatten, sie würden am Montag beginnen, die übrigen Tiere in zwei Zuchtzentren in Ratchaburi zu überführen.

Als nun am Montagmorgen die zuständigen Beamten zusammen mit der Polizei am Wat Pa Lungta Bua Yannasampanno, bekannt als Tigertempel, ankamen, waren alle Zugänge zum Tempel geschlossen. Adisorn Nuchdamrong, der stellvertretende Generaldirektor der Abteilung, die das Team anführte, verhandelte mit Pol Col Supittapong Pakcharung, dem Vorsitzenden der Wat Pa Luangta Bua Yannasampanno-Stiftung, welche für Tiger verantwortlich ist.

Die Gespräche scheiterten jedoch. Pol Col Supittapong erlaubte den Umzug der Tiger nicht und drohte mit Maßnahmen gegen jeden, der sich auf das Gelände begebe. Herr Adisorn sagte ihm darauf, dass, wenn der Tempel die Transfers nicht zulassen werde, dies ein Verstoß gegen das aus dem Jahr 1992 stammende Wildlife Conservation und Schutzgesetz sei. Dies kann mit vier Jahren Gefängnis und oder bis zu 40.000 Baht bestraft werden.

Er schickte dann einen Offiziellen zum Gericht von Kanchanaburi um einen Durchsuchungsbefehl zu beantragen, den er noch vor dem Mittag erhielt. Das Dokument erlaubt es den Beamten, den Tempel und die Stiftung zu durchsuchen.

Der Streit um die Haltung der Tiger beschäftigt seit Langem schon das Zentralverwaltungsgericht und Anwälte beider Seiten versuchen eine Lösung zu finden. Aber Herr Adisorn forderte am Montag, das die Abteilung ihre Aufgabe als Hüterin der Tiere nun durchführen müsse. „Zudem gehören die Tiger dem Staat, und wir können es nicht dem den Tempel oder der Stiftung überlassen, diese zu ihrem eigenen Vorteile zu nutzen“, sagte Herr Adisorn.

Die Abteilung hat vier Teams von Tierärzten und ein weiteres Reserveteam für die Mission eingesetzt. Es ist geplant, mindestens 20 große Katzen pro Tag zu abzutransportieren und erwartet, dass die Aufgabe in sieben Tagen abgeschlossen sein wird, wenn keine Behinderungen auftreten. Doch angesichts des Widerstands am Montag wird die Mission länger dauern, sagte Herr Adisorn.

 

Quelle : bangkokpost

 

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