Überwachungszeppelin der thailändischen Armee stürzt beim Landeanflug ab

Das 350 Millionen Baht teure Luftschiff macht bereits seit Jahren negative Schlagzeilen:

Im März 2009 hatte das damalige Kabinett beschlossen, den Zeppelin für gut 260 Millionen Baht zu kaufen. Anschließend sollte er mit der neuesten Überwachungstechnik für weitere 90 Millionen Baht aufgerüstet werden.

Im Februar 2010 wurde dann erstmals bekannt, dass der von einer amerikanischen Firma gelieferte Zeppelin nicht flugfähig sein soll, da wichtige Bauteile nicht mitgeliefert wurden. Angeblich würde es sich dabei um wichtige militärische Geheimnisse handeln.

Als dann der Zeppelin endlich starten sollte, wurden im Juni 2010 bei einer Inspektion erste Lecks in der Hülle des Zeppelins gefunden. Nach vergeblichen Reparaturversuchen in Thailand wurde der Zeppelin zurück in die USA geschickt. Hier wurde er angeblich von der amerikanischen Firma nachgebessert und tauchte im Dezember 2010 wieder in Thailand auf.

Allerdings berichtete damals eine Armeequelle, „Man wisse aber nicht so genau, ob es sich um einen nagelneuen Zeppelin handele oder um den fluguntüchtigen, der nun repariert worden sei. Da sei man sich nicht so sicher“. Jedenfalls sollten dann im ersten Quartal 2011 die ersten Testflüge stattfinden.

Seit dem war es um den Zeppelin ruhig geworden. Jetzt sollte das Luftschiff am 13. Dezember endlich erstmals zum offiziellen Einsatz kommen. Der Zeppelin sollte während des Besuchs der Premierministerin Yinglak Chinnawat in Pattani die Region aus der Luft kontrollieren.

Allerdings kam es kurz vor der Landung des Zeppelins zu einer Katastrophe. Aus bisher ungeklärten Gründen stürzte das Luftschiff aus ca. 15 Meter Höhe ab. Dabei wurden die beiden Piloten und zwei Techniker die sich ebenfalls an Bord befanden verletzt. Ein Armeesprecher betonte jedoch, dass die vier Personen das Luftschiff nach dem Unfall alleine verlassen konnten.

Der Armeesprecher sagte weiter, dass durch die Bruchlandung gut 50 % der Außenhülle des Luftschiffs zerstört wurden. Schon kurz nach dem Unfall wurde das gesamte Gebiet um die Absturzstelle weiträumig abgeriegelt und zum militärischen Sperrgebiet erklärt.

Der Besuch von Premierministerin Yinglak wurde durch das Unglück nicht beeinträchtigt.