Wird der australische Honorarkonsul auf Phuket von thailändischen Beamten bedroht?

pp Phuket. Ein Streit um den Schadenersatz an einem Jet-Ski hat sich zu einem internationalen Konflikt entwickelt, schreibt die lokale Zeitung PhuketWan auf ihrer Webseite.

Offenbar hatte ein leitender Beamter aus Phuket nach dem Streit um einen Jet-Ski Unfall eine Nachricht an den australischen Honorarkonsul Larry Cunningham geschickt.

Donnerstagnacht wurde Herr Cunningham über einen Jet-Ski Vorfall am Strand von Karon informiert. Dieser Strand ist bei den australischen Besuchern sehr beliebt, erwähnte Herr Cunningham. Er kontaktierte den Gouverneur, Maitree Intrusud, und den Chef des fünften Marine Büros auf Phuket, der für die Überwachung der Jet-Ski zuständig ist. Diese empfahlen ihm, mit dem Chef der Polizeiwache in Karon selber zu sprechen.

Als Herr Cunningham auf der Polizeiwache ankam, war der Streit allerdings schon beendet. Noch während er auf der Polizeiwache war, erhielt Herr Cunningham eine SMS:

„Der australische Junge bezahlte für den Schaden nur 16.000 Baht und wurde bereits entlassen. Der Gouverneur hat die Differenz übernommen um den beschädigten Motor zu bezahlen. Der Junge hat den Jet-Ski versenkt, diese Schäden werden nicht durch eine Versicherung abgedeckt. Er und auch sie sollten sich bei dem Gouverneur bedanken anstatt zu Reklamieren. Es ist nicht klug, schlechte Dinge über Phuket zu sagen, während sie noch in dieser Stadt leben und arbeiten“.

Diese SMS wurde ihm von der Direktorin des Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten, Frau Siriporn Tantiphanyatep, geschickt. Bei einem späteren Treffen am Verwaltungssitz sagte Frau Siriporn zu Herrn Cunningham, dass er sich bei dem Gouverneur für die Begleichung der Zahlung um den Jet-Ski Streit bedanken könnte. Wenig später stellte es sich jedoch heraus, das Gouverneur Maitree den Schaden nicht bezahlt hatte.

Karons Polizeidirektor, Oberst Veerawat Jantharawijid erklärte, dass der Jet-Ski-Rechtsstreit in der vergangenen Nacht beigelegt wurde. Der Tourist hätte bereits 16.000 Baht bezahlt und die Versicherung hätte sich ebenfalls bereit erklärt, die restlichen 16.000 Baht zu bezahlen.

Außerdem bestätigte Oberst Veerawat, dass der Reisepass des Touristen nur während des Verhörs über den Unfall von dem Beamten eingezogen wurde.

Der betroffene Australier ist mittlerweile auf dem Rückflug in seine Heimat.

Nachtrag: Der Jet-Ski Betreiber erklärte später der Presse, dass die Versicherung den Schaden aufgrund einer Klausel in der Police doch nicht bezahlt habe. Einzelunfälle und Versenkungen der Jet-Ski wären in dem Vertrag ausgeschlossen. „Ich muss den Schaden selber bezahlen“, erklärte Somphot Kukkro.

Die Honorarkonsuln hatten vorgeschlagen, dass die Jet-Ski Betreiber eine entsprechend höhere Versicherung bei den Gesellschaften abschließen sollten. Dann könne man sich in Zukunft die ganzen Streitereien über zusätzliche Zahlungen mit den Touristen sparen.