Der Vorschlag alte Autos höher zu besteuern löst eine Flut von negativen Rückmeldungen aus

pp Bangkok. Wie wir erst gestern berichteten, hatte der stellvertretende Polizeichef von Bangkok den Vorschlag unterbreitet, Autos die älter als 10 Jahre sind mit einer höheren Steuer und Anmeldegebühren zu belegen. Seiner Meinung nach sind sie einer der Gründe für die ständigen Verkehrsstaus in Bangkok.

Die älteren Fahrzeuge wären schlecht gepflegt und gewartet und würden deshalb sehr oft mit Pannen auf Bangkoks Straßen stehenbleiben. Deshalb käme es in Bangkok sehr häufig zu Staus.

Kaum war die Meldung in den Medien und in der Presse verbreitet, hagelte es auf den sozialen Netzwerken im Internet einen Feuersturm der Entrüstung gegen diesen Vorschlag. Die Flut von negativen Rückmeldungen der Autofahrer hält im Moment weiter an.

Pol Maj Gen Adul sagte bereits im Vorfeld, er habe diese Idee aus Japan übernommen und sei nach einer gründlichen Untersuchung der Meinung, dass dies, einschließlich seiner wirtschaftlichen Auswirkungen die beste Lösung sei.

Über Nacht hagelte es Tausende von Kommentaren auf fast jeder gängigen Chat-Webseite im Internet. Hier einige der Kommentare:

  • Ich denke, vielleicht ist dies ein weiterer Polizist, der eine Gehirn-Chirurgie braucht.
  • So ein schönes altes Auto, das sorgfältig gepflegt wird, gehört nicht weggesperrt.
  • Was für ein Unsinn. Wer kann sich schon alle 10 Jahre ein neues Auto kaufen?
  • Wie so oft in Thailand eine Geschichte, die keinen Sinn ergibt.
  • Ich habe in unzähligen Staus gestanden und noch nie gesehen, dass ein altes liegengebliebenes Auto der Grund dafür war.
  • Der Grund für die Staus sind egoistische Fahrer, die ihr Fahrzeug einfach in der zweiten Reihe parken.
  • Ein weiterer Grund für die Staus sind U-Turns an Stellen, an denen es verboten ist zu wenden.

Ein Student berichtet, dass alte Autos zwar einige Umweltprobleme wie schwarzen Rauch und Luftverpestung verursachen. Aber praktisch ist es für den thailändischen Menschen in der Mittelschicht sehr schwierig, sich alle 10 Jahre ein neues Auto zu kaufen. Diese Politik wird auch nicht helfen, die Staus wirklich aufzulösen.

Rungrueng Patthammaroj, ein Beamter im Ministerium für Naturressourcen und Umwelt fährt selber jeden Tag mit einem 12 Jahre alten Auto zur Arbeit und sagte: „Wenn die Leute ihre Autos gut pflegen und warten, dann bereiten sie keine mechanischen Probleme oder verursachen Verkehrsstaus. Aber ich glaube“, fügte er hinzu, „dass die meisten Menschen dass eben nicht tun“.

„Wenn die Politik wirklich umgesetzt wird, werde ich es akzeptieren und mir ein neues Auto kaufen. Allerdings kann ich immer noch nicht glauben, dass wir dadurch die Stau Probleme lösen."