Wie viele Kinder müssen noch in der Nai Harn Lagune ertrinken?

pp Phuket. Schon wieder hat die Lagune von Nai Harn das Leben eines kleinen Jungen beendet. Der 9-jährige war am Sonntag in der populären Schwimmlagune ertrunken, nachdem er dort eigentlich nur spielen sollte.

Nachdem der Junge vermisst wurde, machten sich die Mitarbeiter der Rettungsschwimmer soft auf die Suche nach dem Jungen. Erst nach 20 Minuten wurde der Junge an dem unteren Ablaufrost zwischen der Lagune und dem See gefunden.

Der Junge atmete nicht mehr und wurde sofort mit einer Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) von den Rettungsschwimmern behandelt. Anschließend wurde der junge in einem kritischen Zustand in das Vachira Krankenhaus eingeliefert.

„Die Ärzte haben ihr Bestes gegeben“, sagte der Bürgermeister von Rawei, Herr Aroon Solos. „Leider mussten sie den jungen Mann am Montagmorgen für tot erklären“, fügte er hinzu.

Wie berichtet, sind die Strände auf Phuket derzeit ohne Rettungsschwimmer. Trotzdem sind viele der freiwilligen Helfer vor Ort und versuchen den menschen so gut es geht zu helfen.

Die Lagune in Nai Harn ist für ihre Tücken und für zahlreiche Todesfälle bei Kindern bekannt. Trotzdem wurde bisher darauf verzichtet, den Kindern den Zugang zu der Lagune zu versperren. Stattdessen werden nur die Eltern der Kinder mit einem Schild vor der Gefahr gewarnt. „Passen sie auf ihre Kinder auf“, ist der einzige Hinweis, der auf die Gefahr hindeutet.

Die populäre Schwimmlagune hat bereits in den letzten Jahren mehrere tote Kinder gefordert. Erst im April letzten Jahres wurde hier ein Kleinkind tot geborgen. Vier Monate zuvor wurde ebenfalls ein Mädchen bewusstlos aus der Lagune geborgen und in einem kritischen Zustand in ein Krankenhaus eingeliefert. Sie wurde später für tot erklärt.

Im April 2013 wäre fast ein neun Jahre alter russischer Junge in derselben „tödlichen“ Lagune ertrunken. Er konnte in letzter Sekunde gerettet werden.

Ein weiteres Opfer war Methee Khunsuinhu, ein 7-jähriger Junge, am Neujahrstag 2012 bewusstlos aus der Lagune gezogen wurde. Nur ein paar Tage später konnte ein Kleinkind durch das schnelle Handeln eines ausländischen Touristen gerettet werden.

Einen Monat später wurde ein 6-jähriges Mädchen den Berichten zufolge bewusstlos aus der Lagune geborgen. Sie verstarb später im Vachira Krankenhaus auf Phuket.

Bürgermeister Aroon erklärte gegenüber der PhuketGazette dass er sich mit den zuständigen Behörden treffen und klären will, wie in Zukunft solche Unfälle verhindert werden können. „Wir werden uns zusammensetzen und Pläne für die Einstellung einer Mitarbeiterin schmieden. Sie soll die Lagune vor allem während der Ferienzeit überwachen, da viele Eltern gerade dann mit ihren Kindern zum Schwimmen und spielen an die Lagune kommen“.

„Wir haben bereits Schilder aufgestellt und fordern die Eltern auf, ihre Kinder besser zu beobachten. Wir können auch noch mehr Schilder aufstellen“, sagte er. „Wir wollen dafür sorgen, dass sich mindestens eine professionelle Person um die Sicherheit an der Lagune kümmert“.

Gleichzeitig betonte Khun Aroon, dass er nicht vorhabe, den See oder die Lagune für Schwimmer zu verbieten. „Diese Unfälle wurden nicht durch das Wasser verursacht“, betonte er. „Kinder müssen zu jeder Zeit beobachtet und überwacht werden. Sie sollten nie alleine gelassen werden“.

„Wir fordern erneut alle Eltern auf, die Verantwortung und die Kontrolle für ihre Kinder zu übernehmen. Nur so können weitere Unfälle in der Zukunft vermieden werden. Es sind nur Kinder, die im Wasser spielen und toben wollen. Es liegt an den Eltern sich um die Sicherheit ihrer Kinder zu kümmern“, sagte er.

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