der 25 Jahre alte britische Lehrer Harris Binotti

Britischer Lehrer nach einem mutmaßlichen Mord in Myanmar nach Thailand geflüchtet

Bangkok. Die Polizei in Myanmar geht davon aus, dass der 25 Jahre alte britische Lehrer Harris Binotti in der Nacht von Freitag auf Samstag seinen Arbeitskollegen, den 47 Jahre alten Gary Ferguson nach einer alkoholisierten Nacht in seiner Wohnung erschlagen hat.

Garry Ferguson zu Tode geprügelt

Garry Ferguson zu Tode geprügelt

Am frühen Sonntagmorgen fand die völlig verstörte thailändische Freundin Supatchaya Sichompoo den Leichnam von Herrn Ferguson in dessen Wohnung und informierte sofort die Polizei.

Die Beamten fanden dann den zerschlagenen Körper des 47-jährigen britischen Arbeitskollegen Herrn Ferguson in der Wohnung. Er war zu diesem Zeitpunkt bereits Tod. Nachbarn bestätigten der Polizei, dass sie in der Nacht einen lauten Streit aus der Wohnung gehört hätten. Plötzlich sei dann aber Ruhe gewesen.

Die beiden Briten waren nicht nur Arbeitskollegen sondern auch befreundet, erklärte Frau Sichompoo den ermittelnden Beamten. Sie waren gemeinsam an der Horizon International School in der Hauptstadt Rangun beschäftigt.

Bei der ersten Überprüfung des Leichnams stellten die Beamten schwere Wunden am Kopf und an der Brust des Opfers fest. Die Ermittler glauben, dass die beiden sehr eng befreundet waren und bei dem nächtlichen Alkoholgelage in einen heftigen Streit geraten sein müssen.

der 25 Jahre alte britische Lehrer Harris Binotti

Der 25 Jahre alte britische Lehrer Harris Binotti

Die Beamten gehen weiter davon aus, dass bei dem Kampf der nach dem Streit ausgebrochen sein muss, keine Waffen verwendet wurden. Allem Anschein nach wurde Herr Ferguson regelrecht zu Tode geprügelt, vermuten die Ermittler.

Ein Freund von Binotti behauptet, dass der 25-jährige vermutlich im Drogenrausch Panik bekommen und abgehauen wäre. „Ich dachte ganz ehrlich, dass er sich durch seinen Drogenkonsum irgendwann einmal selber umbringen wird. Ich hätte nicht geglaubt, dass es dazu führen würde, dass er einen guten Freund ermordet“, wird er von der Zeitschrift Daily Eypress zitiert.

Wie die Beamten in Myanmar bisher ermitteln konnten, reiste Binotti nach der angeblichen Tat zum Yangon International Airport. Hier bestieg er um 16.30 Uhr ein Flugzeug, das ihn nach Thailand brachte.

Die Polizei in Myanmar vermutet, dass sich Binotti eventuell in Bangkok aufhält und sich dort versteckt hält. Sie haben eine internationale Fahndung eingeleitet und Interpol um Hilfe bei der Suche nach dem Täter gebeten.