Neue und härtere Strafen für Ausländer, die in Thailand illegal Arbeiten

Neue und härtere Strafen für Ausländer, die in Thailand illegal Arbeiten

Bangkok. Am vergangenen Mittwoch hat das Arbeitsministerium das geltende Arbeitsgesetz revidiert und härtere Strafen für Ausländer, die in Thailand illegal arbeiten, festgelegt. Die Änderung erfolgte laut einem Sprecher des Arbeitsministeriums zum Schutz des „Leben und des Eigentums von thailändischen Menschen“.

Das revidierte Arbeitsgesetz, das am Freitag in Kraft getreten ist, schreibt für ausländische Arbeitnehmer und ihre thailändischen Arbeitgeber, die gegen Visum und Arbeitserlaubnis verstoßen, härtere Gefängnisstrafen und Geldstrafen vor. Das gleiche Gesetz fügte auch eine stärkere Strafe für diejenigen hinzu, die im Menschenhandel tätig sind.

„Dieses neue Gesetz wird auf Ausländer aller Nationalitäten angewendet werden und nicht nur auf die drei Nachbarländer“, sagte Sprecher Ananchai Uthaipatanacheep telefonisch gegenüber Khao Sod. „Ob du aus Vietnam, Kambodscha, England, Deutschland oder Russland bist, spielt dabei keine Rolle. Wenn du etwas falsch machst, wirst du die härtere Strafe bekommen“, fügte er hinzu.

Ausländer, die in Thailand ohne Arbeitserlaubnis arbeiten, haben eine maximale Gefängnisstrafe von fünf Jahren und Geldstrafen bis zu 100.000 Baht zu erwarten. Ausländer, die in anderen Berufen beschäftigt sind als die, die bei ihren Arbeitspapieren registriert sind, müssen ebenfalls mit Geldbußen bis zu 100.000 Baht rechnen, fünfmal so viel wie bisher.

Aber auch die Arbeitgeber die bewusst solche Ausländer beschäftigen, müssen mit wesentlich härteren Strafen rechnen. Mittlerweile haben die Arbeitgeber, die wegen der Einstellung von Ausländern ohne ordnungsgemäße Registrierung verurteilt wurden, ein Höchstgeld von 800.000 Baht pro Arbeiter zu bezahlen. Damit wurde diese Strafe um das Achtfache erhöht. Die vorherige Geldstrafe lag bisher bei 100.000 Baht.

Herr Ananchai sagte weiter, dass die härteren Strafen die Ausländer betreffen, die in Thailand leben oder arbeiten, ohne sich bei den Behörden zu registrieren, die die „Sicherheit und das Leben und Eigentum der thailändischen Menschen“ bedrohen können.

Der Sprecher sagte allerdings auch, dass sich die Expats, die über eine gültige Visa und Arbeitsgenehmigung verfügen, sich keine Sorgen machen müssen.

„Wenn du das Königreich rechtmäßig betrittst und wenn du die richtigen Pässe, Visa und Arbeitsgenehmigungen besitzt, kann ich dir garantieren, dass dieses neue Gesetz dich nicht beeinflussen wird“, betonte der Sprecher des Arbeitsministeriums Herr Ananchai Uthaipatanacheep.

 

  • Quelle: Khao Sod