Das neue Krankenhaus in Wuhan soll heute eröffnet werden

Das neue Krankenhaus in Wuhan soll heute eröffnet werden

WUHAN. Am Montag (3. Februar) soll das in nur einer Woche errichtete Huoshenshan – Nothospital für Coronavirus Patienten in Wuhan eröffnet werden. Laut den lokalen Medien erledigen die Arbeiter vor Ort noch die letzten Handgriffe. Erste veröffentlichte Fotos zeigen bereits das Innere des Krankenhauses.

Das in Schnellbauweise in nur einer Woche errichtete Huoshenshan Nothospital soll am Montag eröffnet werden und eine Kapazität von 1000 Betten haben, berichtete die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag.

Zu dem Personal gehörten auch viele, die vor 17 Jahren bei der Sars Pandemie in einem ähnlichen Behelfskrankenhaus in Xiaotangshan in Peking gearbeitet hatten. Auch seien Experten dabei, die am Kampf gegen Ebola in Sierra Leone und in Liberia beteiligt gewesen seien, berichtet die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua.

Inzwischen hat Chinas Militär sein medizinisches Team in Wuhan auf direkten Befehl des chinesischen Präsidenten Xi Jinping auf 1.400 Mitarbeiter verstärkt.

Sie werden das erste fertiggestellte provisorische Krankenhaus besetzen, das als Reaktion auf die Krise von Grund auf neu gebaut wurde und am Montag eröffnet werden soll.

Die Luftwaffe der Volksbefreiungsarmee (PLA) begann am Sonntagmorgen mit dem Lufttransport von medizinischem Personal und Hilfsgütern nach Wuhan in der zentralchinesischen Provinz Hubei, was als größte nichtmilitärische Transportoperation seit dem Erdbeben in Yushu 2010 bezeichnet wurde. In einer Erklärung des Verteidigungsministeriums wurde der Einsatz von Herrn Xi persönlich genehmigt.

Das neue Krankenhaus in Wuhan

Das neue Krankenhaus in Wuhan

Acht IL-76-Flugzeuge kamen am Sonntag am Flughafen von Wuhan in Tianhe an und transportierten 58 Tonnen Vorräte sowie Ärzte und Krankenschwestern, um sich dem bereits 450-köpfigen Militärpersonal in der Stadt anzuschließen. Viele haben Erfahrung im Kampf gegen den Ausbruch des schweren akuten respiratorischen Syndroms (Sars) im Jahr 2003 sowie gegen Ebola in Westafrika im Jahr 2014.

Das medizinische Personal wird in das Huoshenshan – Krankenhaus verlegt, das in acht Tagen gebaut und am Sonntag offiziell der Militärkontrolle übergeben wurde, um darin speziell Coronavirus Patienten zu versorgen. Ein zweites provisorisches Krankenhaus, Leishenshan, ist ebenfalls auf Hochtouren in der Stadt und wird voraussichtlich am Mittwoch in Betrieb sein.

Einen Tag nach ihrer Rückkehr aus Wuhan nach Deutschland waren am Sonntag zwei Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die beiden Patienten sollten von der Südpfalz Kaserne in Germersheim, wo sie mit mehr als 110 weiteren Rückkehrern unter Quarantäne stehen, in einem Infektionsschutzfahrzeug in die Uniklinik Frankfurt gebracht werden, teilte der Landkreis Germersheim mit. Für die ehrenamtlichen Helfer und die Bevölkerung bestehe „kein Grund zur Sorge“.

Die provisorischen Krankenhäuser wiederholen einen Schritt, der vor 17 Jahren bei Pekings Kampf gegen Sars als entscheidend galt. Im April 2003 errichtete Peking in der Stadt Xiaotangshan eine ähnliche Anlage mit 1.000 Betten. Diese Einrichtung mit dem Namen PLA Sars Hospital behandelte in zwei Monaten fast 15 % der Sars-Patienten des Landes.

Die neuen Krankenhäuser wurden zum Publikumsmagneten der chinesischen Staatsmedien. Mehr als 40 Millionen Menschen verfolgten ihre Bauarbeiten in Echtzeit, seit das Live-Streaming der Arbeiten am vergangenen Montag begann.

 


Die Philippinen meldeten am Sonntag den ersten Todesfall durch Coronaviren außerhalb Chinas, nur wenige Stunden nachdem Präsident Rodrigo Duterte ein Reiseverbot für Besucher aus China, einschließlich Hongkong und Macao, verhängt hatte, um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen.

Die chinesische nationale Gesundheitskommission gab am Samstag bekannt, dass weitere 45 Menschen in China gestorben und 2.590 infiziert waren. Alle Toten und 1.921 der neuen Fälle befanden sich in der Provinz Hubei.

Die Gesamtzahl der Fälle im ganzen Land habe 14.380 erreicht, mit einer nationalen Zahl von 304 Todesopfern, teilte die Kommission mit.

  • Quelle: Xinhua, Bangkok Post