Die Töchter des Premierministers reichen eine Klage ein

Die Zwillingstöchter des Premierministers reichen eine Klage ein

BANGKOK. Die Zwillingstöchter des Premierministers verklagen mehr als 100 Personen, weil sie angeblich diffamierende Kommentare über sie in den sozialen Medien veröffentlicht haben.

Der Anwalt der Zwillingstöchter des Premierministers, Herr Apiwat Khanthong hat am Mittwoch (2. September) im Namen von Thanya und Nittha Chan o-cha eine Klage wegen Verleumdung bei der Polizei von Nang Loeng eingereicht.

Anwalt Apiwat sagte, die Zwillinge hätten ihn beauftragt, rechtliche Schritte gegen mehr als 100 Social-Media Konten, insbesondere auf Twitter, wegen Verleumdung nach dem Strafgesetzbuch und wegen Verstoßes gegen das Computer Crime Act einzuleiten. Es ist unklar, wer die Konten aufgespürt hat.

Herr Apiwat sagte gegenüber den thailändischen Medien, die Polizei werde auch prüfen, ob einige Politiker das Verbrechen durch den Austausch diffamierender Informationen unterstützt hätten.

Seine Klienten bestanden darauf, dass die Täter vor Gericht gestellt würden und sich nicht mit weniger zufrieden geben würden.

Der Anwalt fügte gleichzeitig hinzu, General Prayuth habe nichts mit der Einreichung der Klage zu tun.

Er listete auch noch weitere Ansprüche an mehreren Stellen auf und lehnte es allerdings ab, sie genau zu bezeichnen.

 

Thanya und Nittha Chan o-cha

Thanya und Nittha Chan o-cha

 

Zum Beispiel wies er eine Klage zurück, die die Zwillinge auf den Nachnamen ihrer Mutter umgestellt hatten, um einem Fall zu entgehen, in dem es um angebliche Geldwäsche gegen General Prayuth ging.

Eine Behauptung, dass General Prayuth Geld auf ihr ausländisches Bankkonto überwiesen habe, sei ebenfalls unbegründet, sagte Apiwat.

General Prayuth überwies 2013 Geld an seine Zwillingstöchter, sagte der Anwalt, und dies wurde in einer Vermögenserklärung aufgeführt, die der Nationalen Antikorruptionskommission im Jahr 2014 vorgelegt wurde, als General Prayuth das Amt des Premierministers übernahm.

Das Geld stammte aus dem Verkauf eines Grundstücks, das General Prayuths Vater, Oberst Prapat Chan o-cha, gehörte.

Bereits im Januar 2020 berichteten die thailändischen Medien über einen Grundstücksverkauf durch die Familie von Premierminister Prayuth Chan o-cha.

Das Schwergewicht der Pheu Thai Partei und gleichzeitig auch der Vorsitzende des Sonderausschusses der Partei, Herr Chalerm Ubamrung, sagte in einem Post auf seiner Facebook Seite, dass das fragliche Land 2013 von General Prayuts Vater an eine private Firma verkauft worden sei. Der Wert des rund 50 Rai großen Grundstücks sei mit etwa 197,5 Millionen Baht, angegeben worden. Prayuths Vater soll das Land allerdings angeblich für 600 Millionen Baht verkauft haben, behauptete Chalerm.

Laut der Isara Nachrichtenagentur, die dabei offizielle Dokumente zitierte, verkaufte Oberst Prapat Chan o-cha, General Prayuts Vater, am 9. Mai 2013 neun Parzellen in Höhe von insgesamt 50 Rai in Bangkok Bang Bon an die 69 Property Co Ltd. Der Verkauf fand nur sieben Tage, nachdem das Unternehmen registriert wurde, statt.

Auf die Frage nach dem Käufer des Grundstücks, dessen Großaktionär eine Adresse auf den Britischen Jungferninseln hatte, sagte General Prayuth: „Es ist das Geschäft des Unternehmens, also fragen Sie nicht mich. Ich habe nichts damit zu tun.“

„Was ist das Problem? Der Käufer ist nicht dumm. Sie werden nichts kaufen, was sie nicht weiter investieren können. Das Land gehörte mir, seit ich ein Kind war, als ich noch zusammen mit meinem Vater lebte. Also, was ist der Deal?“, fragte er weiter.

Herr Apiwat wies eine weitere Behauptung zurück, dass die Zwillinge ihre Master-Prüfung nicht bestanden hätten, und sagte, sie hätten nie einen Master-Abschluss gemacht und demzufolge auch nie eine Prüfung nicht bestanden.

Er wies auch einen Bericht zurück, wonach die Zwillinge in einem britischen Herrenhaus lebten, das ein wohlhabender Tycoon für sie gekauft hatte. Die Zwillinge haben sich nie lange im Ausland aufgehalten, sagte Anwalt Apiwat weiter.

Das letzte Mal, dass sie Großbritannien besuchten, war 2015, als sie mit Touristenvisa reisten und in einem Hotel übernachteten, fügte er weiter hinzu.

Herr Apiwat sagte auch, dass die Zwillinge keine Social-Media Konten hätten und niemals Fotos auf solchen Plattformen gepostet hätten, weil sie ihre Privatsphäre wahren und verhindern wollten, dass jemand ihre Namen zum persönlichen Vorteil verwendet.

General Prayuth sprach am Mittwoch (2. September) in Sukhothai darüber, dass seine Zwillingstöchter erwachsen geworden seien und das Recht hätten, ihren Ruf zu schützen.

 

  • Quelle: The Nation Thailand