BANGKOK. Thailand hat nach dem Tod Ihrer Königlichen Hoheit Prinzessin Bajrakitiyabha eine 15-tägige Staatstrauer angeordnet. Regierungsgebäude, staatliche Einrichtungen und Bildungseinrichtungen im ganzen Land wurden angewiesen, die Flaggen auf Halbmast zu setzen. Die Maßnahmen wurden am 12. Juni 2026 in einer Sondersitzung des Kabinetts beschlossen, nachdem das Königliche Hofamt den Tod der Prinzessin bestätigt hatte.
Premierminister Anutin Charnvirakul gedachte der Prinzessin mit einer Schweigeminute im Kabinett. Die Regierung wies zudem alle zuständigen Behörden an, sicherzustellen, dass die Beisetzung und die königlichen Zeremonien mit allen Ehren und gemäß den traditionellen königlichen Gebräuchen durchgeführt werden.
Regierungssprecherin Ratchada Thanadirek gab bekannt, dass Regierungsbehörden, Staatsbetriebe, staatliche Einrichtungen und Bildungseinrichtungen ab dem 12. Juni 2026 für 15 Tage die Flaggen auf Halbmast setzen müssen. Beamte, Angestellte von Staatsbetrieben und Regierungsvertreter wurden ebenfalls angewiesen, ab demselben Datum eine 15-tägige Trauerzeit einzuhalten.

Die Öffentlichkeit wurde gebeten, der Trauer angemessen Rechnung zu tragen. Das Kabinett hat zudem verschiedenen Regierungsbehörden die Verantwortung für die Organisation der Beerdigungsvorbereitungen und damit verbundener Zeremonien übertragen.
Gemäß den getroffenen Vereinbarungen wird das Büro des Ständigen Sekretärs des Premierministers einen vom Premierminister geleiteten Ausschuss einsetzen, der die königlichen Trauerfeierlichkeiten überwacht. Weitere Ausschüsse werden für die zeremoniellen Abläufe, den Bau des königlichen Krematoriums, die Öffentlichkeitsarbeit, die Sicherheit und andere damit verbundene Aufgaben zuständig sein.
Die Regierungsbehörden werden die tägliche Anwesenheit von Beamten während der gesamten 100-tägigen Trauergebete organisieren. Das Kulturministerium wird über die Abteilung für Bildende Künste die zeremoniellen Abläufe und den Bau des königlichen Krematoriums überwachen.
Das Kabinettssekretariat koordiniert die Teilnahme der Minister an den Trauergebeten. Das Innenministerium und die Stadtverwaltung von Bangkok organisieren Gedenkveranstaltungen für die Öffentlichkeit.
Die Behörden erklärten, dass Unterhaltungsveranstaltungen und öffentliche Aktivitäten während der Trauerzeit nicht verboten seien. Veranstalter wurden stattdessen gebeten, angemessene Maßnahmen zu ergreifen, darunter Gedenkminuten und gegebenenfalls Anpassungen der Veranstaltungsformate.
Die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit wurde außerdem angewiesen, weiterhin über die öffentlichen Dienste und die königlichen Pflichten der Prinzessin zu informieren. Englischsprachige Materialien werden in Abstimmung mit dem Außenministerium erstellt.
- Quelle: ASEAN Now, Khaosod