BANGKOK. Ein Polizist im Ruhestand soll am frühen Sonntagmorgen im Bangkoker Stadtteil Din Daeng einen Taxifahrer erschossen und zwei weitere bei einem Streit über den Fahrpreis verletzt haben.
Der Amoklauf am Eingang der Soi Pracha Songkroh 38 wurde der Polizei von Huai Khwang gegen 2.50 Uhr gemeldet.
Am Tatort fanden die Beamten den 37-jährigen Taxifahrer Purit Mangthisan tot vor. Er wies mehrere Schusswunden im Rücken und Austrittswunden in der Brust auf. Der Leichnam des Opfers lag mit dem Gesicht nach oben in einer Blutlache.

Der Amoklauf am Eingang der Soi Pracha Songkroh 38 wurde der Polizei von Huai Khwang gegen 2.50 Uhr gemeldet.
Polizisten am Tatort der Schießerei im Bezirk Din Daeng in Bangkok, am frühen Sonntagmorgen. (Polizeifoto)
Zwei weitere Motorradfahrer wurden verletzt. Kiatisak Srirat (46) wurde in den Oberschenkel geschossen, Charin Khunarak (48) erlitt Schussverletzungen am Oberschenkel und an der Hand. Sie wurden in verschiedene Krankenhäuser gebracht.
Augenzeugen berichteten, der Schütze habe ein schwarzes Langarmhemd, kurze Jeans und eine schwarze Umhängetasche getragen. Er näherte sich einer Gruppe von Motorradtaxifahrern, die sich dort aufhielten. Es kam zu einem Streit, woraufhin der Mann in Schwarz eine Pistole zog und mehrere Schüsse auf die Motorradfahrer abgab.
Ein Mann stellte sich später auf der Polizeiwache in Makkasan. Er wurde als Pol L/C Namthap Pakwatana, 33, ein Grenzschutzpolizist, identifiziert. Er übergab seine Dienstwaffe, eine 9-mm-Pistole vom Typ SIG Sauer, sowie sein Magazin.
Pol L/C Namthap gab gegenüber der Polizei von Makkasan an, die Schießerei sei auf einen Streit um einen Fahrpreis zurückzuführen. Er behauptete, die Taxifahrer hätten ihn zuerst angegriffen, woraufhin er in Notwehr geschossen habe.
Aufnahmen von Überwachungskameras bestätigten, dass zwei Taxifahrer ihn angegriffen hatten, bevor die Schüsse fielen, sagten die Ermittler.
Ein Verwandter teilte der Polizei mit, der Streit sei auf einen überhöhten Fahrpreis zurückzuführen, der dem Verdächtigen für eine Fahrt zu seinem Haus im Stadtteil Makkasan berechnet worden war. Der Verwandte gab an, Polizeibeamter Namthap leide an einer psychischen Erkrankung und nehme verschreibungspflichtige Medikamente.
Die polizeilichen Ermittlungen dauerten an.
- Quelle: Bangkok Post