Urlaubsorte in Südthailand sind nach dem Ausbruch des Coronavirus mit schweren Zeiten konfrontiert

Urlaubsorte in Südthailand sind nach dem Ausbruch des Coronavirus mit schweren Zeiten konfrontiert

PHUKET. Viele Urlaubsorte in Südthailand bekommen den Ausbruch des Coronavirus deutlich zu spüren. Sie sind nach dem Ausbleiben der Touristen mit schweren Zeiten konfrontiert. Nachdem bereits aus Pattaya ein Rückgang der Touristen und der Einnahmen von rund 60 % gemeldet wurde, berichten jetzt die thailändischen Medien auch über einen Rückgang der Touristen in den Urlaubsorten im Süden des Landes.

Die thailändische Touristenbootsgesellschaft „Love Andaman“ steht vor einem trüben Februar, nachdem China diese Woche alle ausgehenden Gruppenreisen verboten hat, um den Ausbruch des Coronavirus weiter einzudämmen.

China ist mit 28 Prozent der 39,8 Millionen Besucher im letzten Jahr Thailands größte Quelle ausländischer Touristen. Chinas Verbot hat viele Geschäftsleute und Mitarbeiter in Thailands Tourismusbranche um ihre Zukunft besorgt gemacht.

„Ich bin etwas gestresst darüber. Gestern war es das erste Mal seit über 10 Jahren, dass ich als Reiseleiterin arbeitete, wo es kaum Touristen gab“, sagte Amie Hemthanon, eine Reiseleiterin aus „Love Andaman“, am Donnerstag (30. Januar).

„Da China einige seiner Städte geschlossen und abgeriegelt hat, haben wir keinen großen Erfolg mehr erlebt. Die chinesischen Touristen sind weg oder haben bereits ihre Reise nach Thailand zu 100 % storniert“, berichtet sie weiter.

Mehr als 9.000 Menschen sind bei dem Ausbruch des Coronavirus weltweit infiziert. Das betrifft vor allem China. Millionen von Chinesen sitzen in ihren Städten fest oder sind komplett von der Außenwelt abgeriegelt da sich die Behörden beeilen, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Thailand selbst hat laut der Liste von Johns Hopkins CSSE 19 Fälle von Coronavirus registriert, alle bis auf einen unter den Chinesen, die Thailand besuchen.

 

Johns Hopkins CSSE  (Stand 31. Januar 2020)

Johns Hopkins CSSE (Stand 31. Januar 2020)

 

Amies Firma betreibt in der Hauptsaison normalerweise 21 bis 30 Boote auf der Andamanensee, die Touristen zu Orten an der Küste der Provinz Phang Nga und der Insel Phuket bringen.

Am Donnerstag war nur ein einziges Boot von einer Gruppe chinesischer Touristen gemietet worden.

„Die chinesischen Touristen sind für unsere Tourismusbranche so wichtig. Wir hoffen, dass sie diese Probleme bald überwinden können und wieder wie gewohnt nach Thailand kommen“, sagte Amie.

Die thailändische Tourismusbehörde hat bereits auf den Ausbruch des Coronavirus reagiert und rechnet in diesem Jahr (2020) mit rund 2 Millionen weniger chinesischen Touristen als im Vorjahr, als noch 11 Millionen chinesische Touristen im Land des Lächelns ankamen.

Die jetzt schon reduzierten Reisen aus China könnten nach Schätzungen des Tourismusministeriums zu Einnahmeausfällen von 50 Milliarden Baht (rund 1,52 Milliarden US-Dollar) führen.

Händler auf einem beliebten Markt in Phuket gaben an, dass fast 80% der chinesischen Touristen seit dem Ausbruch des Coronavirus verschwunden seien.

„Aber wir verbieten ihnen nicht, nach Thailand zu kommen. Wir heißen die Touristen nach wie vor willkommen. Wir schützen uns, indem wir Masken tragen, um die Nase zu bedecken. Aber wenn sie hierher kommen, heißen wir sie hier wirklich willkommen“, sagte Tanawan Menthongkam, ein Juwelier auf Phuket.

Sophon Cable TV berichtet über Pattaya und geht dabei ebenfalls von einem Rückgang der chinesischen Touristen von gut 60 % aus. Der TV Sender zitiert den Sekretär der Unterhaltungs – und Tourismusbranche Damrongkiat Pinitkarn mit den Worten, dass die Besucher zum chinesischen Neujahr 2020 um 60 % niedriger als im Vorjahr sind.

Aufgrund der Einschränkungen beim Verkauf von Hotel- und Flugpaketen an Reisegruppen und der abnehmenden Zahl von Chinesen in Thailand müssen die Betreiber in Pattaya nun schnell nach neuen Touristen suchen, um ihre Haupteinnahmequelle zu ersetzen, berichtete Sophon Cable TV. Der Sender sprach von einem „großen Effekt“ des Coronavirus auf die Touristenbranche.

Herr Damrongkiat sagte, dass die Menschen in Pattaya Orte mit schlechter Belüftung wie Diskotheken und Kneipen meiden, um die Sache nicht noch schlimmer zu machen. Ausländer würden die Pubs und die Discos meiden, um sich dort nicht mit dem Coronavirus anzustecken

Seine Botschaft war, dass es nicht besser, sondern eher sogar noch schlechter werden würde und es noch lange dauern würde, bis alles überstanden und die Menschen wieder gesund würden.

 

  • Quelle: Thai Visa