Erneute Dürrekatastrophe im Norden des Landes. 48 Provinzen zu Katastrophengebieten erklärt

pp Nordthailand. Das Katastrophenschutzamt „Department of Disaster Prevention and Mitigation“ hat für 48 im Norden und Nordosten liegende Provinzen Alarm geschlagen. Die fehlenden Niederschläge und die andauernde Hitze machen sich bereits jetzt bemerkbar. In 31 Provinzen soll die Lage bereits sehr kritisch sein.

Unter anderem sind auch die Provinzen Chiang Rai, Kalasin, Nakhon Ratchasima, Nakhon Phanom, Sukhothai, Tak und Ranong betroffen. In den 31 von 48 kritischen Provinzen sind bereits über 50 % der landwirtschaftlich nutzbaren Flächen verdorrt.

Umweltminister Preecha Rengsomboonsuk hat sich persönlich ein Bild von der Lage gemacht und zeigt sich besorgt. Eine derart trockene Jahreszeit habe es in den letzten Jahren noch nie gegeben, sagte er.

Auch an den Staudämmen ist bereits jetzt abzusehen, dass es dieses Jahr mit dem Wasser knapp werden könnte. Die größten und wichtigsten Staudämme des Landes führen derzeit nur noch rund 37 Milliarden Kubikmeter Wasser. Das entspricht gut 50 % ihrer normalen Kapazität. Allerdings liegt der Wasserstand damit bereits jetzt schon weit unter dem des Vorjahres, sagte der Minister weiter.

Umweltminister Preecha rief in Chiang Rai eine Krisensitzung ein, zu der alle Vertreter der von der Dürre betroffenen Provinzen eingeladen wurden. Herr Preecha betonte vor den anwesenden Vertretern, dass die Lage sehr ernst sei und man sie keinesfalls unterschätzen sollte. Auch die Regierung sei sich über die Tragweite bewusst und habe bereits ein Sonderbudget zur Verfügung gestellt.

Damit soll ein Expertenteam beauftragt werden, eine zufriedenstellende langfristige Lösung zu finden. Die seit Jahren drohende und immer ernstere Ausmaße annehmende Dürrekatastrophe, die vor allem den Norden und Nordosten des Landes betrifft, müsse untersucht und eine zufriedenstellende Lösung gefunden werden.