„Ich hatte Angst, ich würde in den Händen der Taxifahrer auf Phuket sterben“

pp Phuket. Heute Vormittag berichteten wir über einen verhafteten Australier, der angeblich mit Waffengewalt ein Taxiunternehmen auf Phuket gründen wollte. Nach seinem Verhör bei der Polizei erscheint die Geschichte jetzt in einem völlig neuen und anderem Licht.

„Ich hatte Angst, ich würde in den Händen der Taxifahrer sterben“, soll der Australier vor der Polizei ausgesagt haben. „Meine Frau ist im dritten Monat schwanger und ich habe eine acht-jährige Tochter“, sagte der Australier bei seinem Verhör. Er selber sei seit 20 Jahren Polizist und stehe kurz vor der Rente, fügte er hinzu.

Laut seiner Aussage habe er in dem Resort seine im dritten Monat schwangere Frau und seine 8-jährige Tochter aus seiner ersten Beziehung abholen wollen. Sie sei in den Schulferien zu Besuch auf Phuket. Auf dem Weg dorthin habe er zwei australische Freunde getroffen und wollte sie ebenfalls mit seinem Auto mit zurück nach Patong mitnehmen.

Dann erschienen wie aus dem nichts die Taxifahrern vor dem Resort und fragten ihn, wohin er mit den Leuten fahren wolle. „Was machst du da? Wo willst du mit all diesen Leuten hin?“ sollen ihn die Taxifahrer in einem sehr aggressiv Ton gefragt haben. Er habe sich aber nicht darum gekümmert sondern seinen Weg einfach fortgesetzt. Dann habe er seine Frau in ihrem Büro abgesetzt und sei wieder nach Hause gefahren.

Gegen 1.30 Uhr habe ihn seine Frau zu Hause angerufen und ihn gebeten, sie zusammen mit seiner Tochter zum Mittagessen abzuholen. Auf dem Weg zu dem Geschäft seiner Frau habe er dann zufällig einige der aggressiven Taxifahrer vom Vormittag gesehen und wollte sie als Beweis fotografieren. Nachdem er ausgestiegen war, wurde er sofort von den Taxifahrern angegriffen und zu Boden geworfen.

Er sei geschlagen und getreten worden und habe Prellungen im Gesicht und an der Hüfte erlitten. Er habe sich aber nicht bei den Taxifahrern gerächt, betonte er dabei. Als er auf dem Boden lag habe dann plötzlich einer der Fahrer mit einem Messer über ihm gestanden. An dieser Stelle des Verhörs, so berichtet die lokale Presse, sei der Australier, Herr Ponting in Tränen ausgebrochen.

„Ich werde bald Vater und habe bereits eine achtjährige Tochter“, sagte er weiter. „Ich wollte noch nicht sterben Deshalb bin ich zurück zu meinem Wagen gegangen und habe eine Schreckschusspistole geholt. Als die Taxifahrer dann zurück wichen, habe ich mich ins Auto gesetzt und bin davon gefahren“.

Wenig später wurde er dann von der Polizei verhaftet. Dabei wurde die Pistole, echte Munition und eine Messer-Schlagring Kombination gefunden. Die Munition gehört laut Aussage des Australiers zu einem Gewehr, das er vor kurzem auf einem Schießstand gemietet hätte. Er bestreitet allerdings jede Kenntnis von einer Schlagring und Messer-Kombination, die angeblich auch in dem Fahrzeug gefunden wurde.

Die Beamten werden den Fall weiter untersuchen und auch die Aussagen der Taxifahrer einholen. Erst dann wollen sie weitere Aussagen zu dem Fall machen.