Traurige Zwischenbilanz des Hochwassers

pp Bangkok. Sei dem 17. September wird der Alltag in Thailand von vielen Menschen vom Hochwasser bestimmt. Wie jedes Jahr, bringt die Regenzeit viel bis sehr viel Wasser und sorgt ab und an für Überschwemmungen. Daran hat man sich in Thailand gewöhnt.

Bis auf das Katastrophenjahr 2011 war das auch bisher kaum eine Meldung wert. In diesem Jahr will die Natur aber anscheinend noch einmal beweisen, wie schwer sie zu berechnen und erst recht zu kontrollieren ist.

Insgesamt waren 359 Bezirke in 46 Provinzen vom Hochwasser betroffen. Heute ist das Hochwasser bereits in 24 Provinzen soweit zurück gegangen, dass man fast von einem Normalzustand sprechen kann.

Allerdings sind dagegen in den restlichen 22 Provinzen noch immer mehr als 4.100 Städte oder Dörfer überflutet. Damit kämpfen immer noch mehr als 670.000 Menschen mit dem Hochwasser. Laut den Behörden stehen immer noch gut 230.000 Haushalte unter Wasser.

Die traurige Bilanz der Todesopfer liegt bisher bei 68 Personen. Wie viele Menschen noch vermisst werden, kann nicht genau gesagt werden.

Wie Herr Chatchai Promlert, der Generaldirektor des (Disaster Prevention and Mitigation Department) Katastrophen Amt am Donnerstag auf einer Pressekonferenz mitteilte, geht das Wasser in den folgenden Provinzen bereits sichtbar zurück und die Bewohner können langsam Aufatmen. Ayutthaya, Buriram, Khon Khaen, Nakhon Ratchasima (Korat), Nakhon Nayok und Ubon Ratchathani.

Dagegen ist für die Provinzen Angthong, Chonburi, Chaiyaphum, Lopburi, Phitsanulok, Phichit, Phetchaburi, Pathum Thani, Si Saket, Saraburi, Suphanburi, Samut Prakan, Nakhon Pathom und Nonthaburi noch nicht alles überstanden und die Provinzen sind nach wie vor vom Hochwasser eingeschlossen. Sollte allerdings der Regen in den nächsten Tagen aufhören, könnte sich auch hier die Situation ab Mitte nächster Woche bessern, sagte Khun Chatchai.

Dagegen ist für die beiden Provinzen Chachoengsao und Prachinburi derzeit immer noch kleine Besserung in Sicht. Diese beiden Provinzen wurden vom Hochwasser fast völlig überrannt und kämpfen nach wie vor mit den Folgen.

Die Stadtverwaltung Bangkok „Bangkok Metropolitan Administration“ (BMA) hat auf die anhaltenden Regenschauer reagiert und alle Schleusen im östlichen Bereich geöffnet. Damit soll dem überschüssigen Wasser nach mehreren Stunden von schweren Regen über der Hauptstadt der Weg zum schnellen Abfliesen freigegeben werden.

Die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, dass die Regengüsse noch die nächsten Tage anhalten werden.

Der Chef, der für die Be- und Entwässerung in Bangkok zuständig ist, Herr Adisak Khantee sagte, dass die maximale kumulierte Niederschlagsmenge in Min Buri bei (80 Milliliter) und in Din Daeng bei (83 Millimeter) gelegen habe. Dadurch seien die Wasserstände in den Kanälen noch einmal weiter angestiegen.

Herr Adisak sagte weiter, dass seine Beamten die Situation weiterhin überwachen werden.