Trotz Haftbefehl ist Suthep weiter auf freiem Fuß

pp Bangkok. Gegen 15 Uhr meldete die thailändische Presse, dass die Polizei jetzt einen Haftbefehl gegen Suthep Thueaksuban beantragt habe. Der stellvertretende Generalsekretär des Ministerpräsidenten, Polizei Major General Thawat Boonfuang sagte dazu, dass die Demonstration mittlerweile weit über die gesetzlichen Grenzen eskaliert sei und man Suthep wegen Landesverrat belangen könnte.

Nur wenig später meldet „The Nation“, dass der Strafgerichtshof dem Antrag gefolgt ist und einen Haftbefehl gegen den Protestführer Suthep Thueaksuban erlassen habe.

Als Begründung heißt es dazu, Suthep habe gegen Artikel 215 und 365 des Strafgesetzbuches verstoßen. Er hatte am Montag mehr als zwei Personen öffentlich dazu aufgefordert, in das Finanzministerium einzudringen. Wie berichtet, wurde daraufhin von den Demonstranten das Gebäude gestürmt und besetzt.

Außerdem habe er die Demonstranten zur Unruhe angestiftet und Beamte dazu gezwungen, ihre Arbeit niederzulegen. Wie bekannt wurde hatten die Protestler nach dem Eindringen in das Finanzministerium den Strom und die Wasserversorgung abgestellt.

Um ein weiteres Ausschreiten der Demonstrationen zu verhindern hatte der stellvertretende Ministerpräsident Pracha Promnok nach einer Dringlichkeitssitzung mit hochrangigen Sicherheitsbeamten die Polizei beauftragt, Gespräche mit Herrn Suthep zu führen.

Es sagte weiter, dass sich Herr Suthep bis zum 12. Dezember beim Gericht zu melden habe. Außerdem, so fügte er hinzu, würde eine Fortsetzung der Demonstration die Chance auf eine Kaution sehr gefährden.

Zunächst war Suthep von der Bildfläche verschwunden und angeblich untergetaucht, wurde in einigen Medien gemeldet. Entgegen allen Erwartungen tauchte er aber gegen 19.30 Uhr vor dem immer noch besetzten Finanzministerium wieder auf und hielt dort im Beisein eines Mönchs eine Rede.