Haftstrafe des Angreifers der amerikanischen Touristin auf Krabi halbiert

Amerikanische Touristin wurde auch nach dem Sturz von einer Klippe weiter sexuell belästigt

Krabi. Am Abend des 2. September gegen 23 Uhr wurde eine Touristin aus New York bei einer Bergwanderung von ihrem thailändischen Reisebegleiter sexuell belästigt. In ihrer Angst rannte die Frau in der Dunkelheit davon und stürzte eine Klippe hinunter. Dort blieb sie schwer verletzt liegen und konnte sich nicht mehr rühren. Der ThailandTIP hatte darüber berichtet.

verletzte-touristin-in-krabi-sexuell-belaestigt_02Jetzt wurden weitere Einzelheiten zu dem Vorfall bekannt gegeben. Die lokale Presse berichtet, dass die Frau auf der Flucht rund 150 Meter tief auf eine Klippe fiel und sich dabei den Rückengebrochen hat. Die 23-jährige Hannah Gavios aus New York berichtet, dass sie auch, nachdem sie bereits schwer verletzt auf der Klippe lag, von dem Einheimischen Mann weiter belästigt wurde.

Frau Gavios hatte sich bei einer Bergwanderung verlaufen und bat in der Nacht gegen 23 Uhr einen lokalen Mann, sie zurück zu ihrem Hotel zu bringen. Der Fremde willigte ein und führte sie dabei in der pechschwarzen Nacht einen steilen Berg hinauf.
Unterwegs begann er dann an ihren Kleidern zu zerren und versuchte sie sexuell zu belästigen. Sie habe sich natürlich gewehrt und dem Mann dabei sogar fast ein Ohr abgebissen, berichtet sie. Da ihr der Mann aber überlegen war versuchte sie in der dunklen Nacht zu flüchten. Dabei stürzte sie über eine Klippe und fiel rund 150 Meter in die Tiefe.
Sie schlug mehrmals mit ihren Kopf auf und blieb schließlich schwerverletzt unterhalb der Klippe liegen. Sie hatte verletzte-touristin-in-krabi-sexuell-belaestigt_06sich bei dem Sturz ihren Rücken gebrochen und konnte ihrer Beine nicht mehr spüren. „In diesem Moment dachte ich wirklich, dass ich hier sterben würde“, berichtete sie später den lokalen Medien. „Er hat mich zwar nicht vergewaltigt, aber er tat alles andere“.

Frau Gavios sagte weiter, dass sie gerade erst an diesem Tag in Thailand angekommen sei und deswegen noch sehr müde war. Sie habe dem Mann vertraut und zuerst gar nicht realisiert, dass sie sich in Gefahr befindet.

„Es war sehr dunkel und der einzige Weg zurück zu meinem Hotel führte über diese Klippen. Ich folgte dem Mann und fragte ihn unterwegs, ob dies auch der richtige Weg sei. Während wir weitergingen hielt er mich dann fest und versuchte mir die Kleider vom Leib zu reißen“, berichtet sie weiter.

verletzte-touristin-in-krabi-sexuell-belaestigt_07„Ich habe mich gewehrt und ihm dabei auch ins Gesicht geschlagen. Während wir kämpften habe ich ihm auch in sein Ohr gebissen und es dabei fast abgerissen“, erzählt sie weiter. “Er hatte starke Schmerzen und bat mich zu stoppen. Wir haben uns dann die Hände geschüttelt und er hörte tatsächlich auf mich weiter zu belästigen“, fuhr sie fort.

„Ich war aber immer noch nervös und hatte weiterhin große Angst. Dann find er erneut an mich zu belästigen und in meiner Angst bin ich dann in der Dunkelheit davon gelaufen“, erzählt sie. „Es war pechschwarz und plötzlich verlor ich den Boden unter den Füßen und stürzte die Klippe hinunter. Dabei habe ich mir ein paar Mal den Kopf gestoßen und vor Schmerzen laut geschrien. Außerdem spürte ich nach dem Sturz meine Beine nicht mehr“, berichtet sie weiter. Sie habe dann, als sie am unteren Ende der Klippe lag in Todesangst laut um Hilfe geschrien.

Ruengvorn, ihr Begleiter hörte ihre Hilferufe und kletterte zu ihr hinunter. Hannah sagte: „ Er hörte mich sverletzte-touristin-in-krabi-sexuell-belaestigt_04chreien und stöhnen und kletterte den Berg zu mir herunter. Dann fing er an zu weinen und betete dabei. Er fühlte sich sehr schuldig. Ich bettelte ihn an endlich Hilfe zu holen. Er nahm sein Telefon und rief jemanden an. Ich dachte dass jetzt endlich jemand kommt und mir hilft, aber es kam niemand“.

„Aber anstatt mir zu helfen nutzte er meine Hilflosigkeit und meine Verletzungen aus und begann erneut an mir herumzufummeln“, berichtet sie. „Ich war mit dieser verrückten Person alleine und während in der Dunkelheit wilde Schlangen über mich krochen begann er erneut, mich zu belästigen. Er zog seine Hose aus und legte sich auf mich“.

„Er hat mich nicht vergewaltigt aber alles andere mit mir versucht und mich weiter belästigt“, fuhr sie fort. „Ich wusste nicht was ich machen sollte und versuchte ruhig zu bleiben. Immer wenn ich schrie begann er mich zu würgen und sagte dass ich cool bleiben und freundlich zu ihm sein sollte“.

verletzte-touristin-in-krabi-sexuell-belaestigt_03Erst nach ein paar Stunden soll der Mann dann verschwunden sein und kam später mit anderen Menschen zurück an den Unfallort. „In den frühen Morgenstunden hörte ich dann Stimmen und begann erneut laut zu schreien. Der Mann war mit weiteren Personen zurückgekommen und wenig später kam dann auch ein Krankenwagen“.

„Mittlerweile sind meine Eltern aus New York extra nach Thailand geflogen“, berichtet sie den lokalen Medien weiter. „Ich bin wirklich froh dass ich mir bei dem Sturz meine Beine nicht gebrochen habe. Ich will zurück nach Vietnam und dort meine Lehre zu Ende bringen“, betonte sie.

„Die Polizei hat mir gesagt, dass Ruengvorn die schockierenden Angriffe zugegeben hat und deswegen mit einer Gefängnisstrafe zwischen fünf und zehn Jahren rechnen muss“.

Amerikanische Touristin verletzt sich auf der Flucht vor ihrem aufdringlichen Reiseleiter

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Die Polizei hat zwischenzeitlich die Tat rekonstruiert und Ruengvorn zurück an den Tatort gebracht. Hier musste der Mann den Angriff auf Hannah nachstellen und den Beamten die Stelle zeigen an der die junge Frau die Klippe hinunter stürzte.

Leutnant Songpol Bunchai, der leitende Ermittler in dem Fall bestätigte die Aussage von Frau Gavios und fügte hinzu: „Der Verdächtige hat die Tat zugegeben und bestätigt, dass er die hilflose Frau sexuell belästigt hat“.

 

Quelle: PattayaOne