Thailand will eine spezielle Taskforce für Sexualstraftäter einrichten

Thailand will eine spezielle Taskforce für Sexualstraftäter einrichten

Bangkok. Justizminister Somsak Thepsuthin teilte mit, dass eine spezielle Task Force für Sexualstraftäter eingerichtet werde, die sich aus Mitarbeitern der Bewährungshilfe, der Strafvollzugsbehörde und der DSI (Department of Special Investigation) zusammensetze.

Außerdem wird die Royal Thai Police (RTP) gebeten, alle Daten zu sammeln, um den Aufenthaltsort aller Sexualstraftäter zu überprüfen. Mit den Daten soll z. B. geklärt werden, ob der Täter gesucht wird, ob er inhaftiert ist oder kurz vor seiner Freilassung steht, und ob er weiterhin eine Bedrohungen für die Öffentlichkeit darstellt, erklärte Justizminister Somsak weiter.

Das Deparment of Corrections (DOC) und das Department of Special Investigation (DSI) werden zusammen mit der Polizei den Fall und die Aktivitäten des Täters gemeinsam überwachen, bevor ein Gesetz ausgearbeitet und durchgesetzt wird. „Diese Operation wird Anfang dieses Jahres (2020) beginnen“, sagte Justizminister Somsak.

In Bezug auf das Problem der Überfüllung in den Staatsgefängnissen sagte der Minister, dass Etagenbetten eingeführt würden, anstatt neue Einrichtungen zu errichten.

„Derzeit gibt es landesweit 134 Gefängnisse, die für die Anzahl der Häftlinge auf einmal ausreichten“, sagte er. „Die Etagenbetten bieten im eingebauten Zustand Platz für bis zu 100.000 Gefangene zu einem Preis von 200 Mio. Baht“, fügte er hinzu.

Die festgenommenen Drogenkonsumenten sollten stattdessen in Krankenhäusern inhaftiert werden, sagte er weiter. Drogendealer und -produzenten sollten dagegen jedoch streng bestraft werden“, betonte er.

Schließlich sagte der Minister noch, dass alle Lebensmittel, die an die Gefängnisse geliefert werden, einem akzeptablen Standard entsprechen sollten.

Am vergangenen Freitag (27. Dezember 2019) sprach sich Justizminister Somsak Thepsutin für die Forderung nach einem Gesetz aus, das verurteilte Vergewaltiger zur chemischen Kastration zwingen würde.

Der Aufruf wurde von der demokratischen Abgeordneten Frau Samut Songkhram Rangsima Rodrasmi im Repräsentantenhaus am Donnerstag getätigt, als sie das Thema sexuelle Gewalt gegen Frauen, Kinder und ältere Menschen ansprach.

Frau Rangsima schlug vor, dass Menschen vor sexuellen Verbrechen geschützt werden können, wenn ein Gesetz verabschiedet wird, das vorschreibt, dass Sexualstraftäter nach ihrer Verurteilung chemisch oder chirurgisch kastriert werden müssen. Das Parlament hat einen außerordentlichen Ausschuss eingesetzt, der die Maßnahmen zur Verhinderung von Sexualverbrechen untersuchen soll.

Als Reaktion auf den Vorschlag sagte Justizminister Somsak, wenn die Mehrheit zustimme, sollten die Abgeordneten bzw. ein Ausschuss spezielle Gesetze zur Verhinderung von Sexualverbrechen entwerfen.

Wenn die Öffentlichkeit diese Gesetze unterstütze, sei es nicht schwierig, sie weiter voranzutreiben. Er fügte weiter hinzu, dass das Ministerium dazu bereit sei, um gemeinsam auf entsprechende Gesetzesentwürfe zur Erhöhung der öffentlichen Sicherheit zu drängen.

 

  • Quelle: The Nation Thailand