BANGKOK. Premierminister Anutin Charnvirakul schloss am 8. Dezember 2025 jegliche Verhandlungen mit Kambodscha über die anhaltenden Grenzkonflikte aus und erklärte, ein Waffenstillstand werde nur erfolgen, wenn Kambodscha die Bedingungen Thailands erfülle.In einer Rede im Regierungssitz um 14:20 Uhr sagte er, thailändische Militäroperationen könnten nicht offengelegt werden, bekräftigte aber, Thailand handle zur Verteidigung seiner Souveränität. Er kritisierte Kambodscha für Angriffe auf Zivilisten und wies jegliche Behauptungen zurück, Thailand habe den Konflikt begonnen.
Anutin bekräftigte, dass das thailändische Militär über klare Einsatzrichtlinien verfüge und alle Maßnahmen dem Schutz der nationalen Souveränität, Würde und öffentlichen Sicherheit dienten. Er sagte, die Öffentlichkeit solle weiterhin Vertrauen in die militärischen Fähigkeiten Thailands haben und fügte hinzu, dass angesichts der Stärke der thailändischen Streitkräfte kein Nachbarstaat Thailand angreifen sollte. Er betonte außerdem, dass die Regierung dem thailändischen Militär voll und ganz vertraue, ungeachtet ausländischer Berichte, wonach Thailand zuerst das Feuer eröffnet habe.
Er bestätigte, dass es künftig keinen Verhandlungskanal geben werde und Kambodscha Thailands Forderungen erfüllen müsse, damit die Kämpfe beendet würden. Der Premierminister erklärte, die jüngsten thailändischen Gegenmaßnahmen seien keine symbolischen Warnungen, sondern entschiedene Reaktionen zur Abschreckung vor weiteren Verstößen. Er betonte, Kambodscha habe aggressiv gehandelt und Thailands Antwort solle signalisieren, dass weitere Grenzverletzungen nicht toleriert würden.
Bezüglich der öffentlichen Sicherheit in den Hochrisiko-Grenzgebieten erklärte Anutin, er habe alle Provinzgouverneure entlang der Grenze angewiesen, die höchsten Schutzmaßnahmen umzusetzen. Die für Gefahrenzonen bereitgestellten Mittel müssten umfassend zum Schutz der Bevölkerung eingesetzt werden. Er fügte hinzu, Thailand habe der internationalen Gemeinschaft Beweise für kambodschanische Provokationen vorgelegt und betonte, Thailand sei niemals der Aggressor gewesen.
Auf die Frage nach der Militärstrategie und der Dauer der Verteidigungsoperationen verweigerte Anutin die Antwort. Er erklärte, solche Details müssten vertraulich bleiben und forderte Journalisten auf, keine Fragen zu stellen, die die nationale Sicherheit gefährden könnten. Politische Schritte zur Rüge oder Infragestellung der Regierung seien separate Angelegenheiten, betonte er und beharrte darauf, dass es seine Aufgabe sei, die Souveränität Thailands zu schützen. Er wies jeglichen Zusammenhang zwischen der aktuellen Lage und einem möglichen Zeitplan für die Auflösung des Parlaments zurück.

Anutin erklärte, er habe weder mit US-Präsident Donald Trump noch mit dem malaysischen Premierminister Anwar Ibrahim gesprochen und bezeichnete den Konflikt als eine Angelegenheit ausschließlich zwischen Thailand und der Gegenseite. Er äußerte sich nicht besorgt über die US-Zollverhandlungen. Auf Anwars Äußerung in den sozialen Medien, in der er beide Seiten zur Zurückhaltung aufrief, entgegnete Anutin, solche Appelle sollten sich an die Partei richten, die in Thailand einmarschiert, nicht an Thailand selbst.
Khoasod berichtete, der Premierminister habe Kambodschas Behauptung, Thailand habe den Zusammenstoß begonnen, entschieden zurückgewiesen und gefragt, ob Kritiker lieber dem Feind als dem thailändischen Militär Glauben schenken wollten. Auf die Frage, ob sich die Situation noch hinziehen könnte, ging er weg, ohne zu antworten.
Wichtigste Erkenntnisse
- Premierminister Anutin schloss Verhandlungen mit Kambodscha aus und erklärte, jeder Waffenstillstand setze die Einhaltung thailändischer Bedingungen voraus.
- Er verteidigte Thailands militärische Aktionen, wies Behauptungen zurück, Thailand habe den Konflikt begonnen, und beharrte darauf, dass die Beweislage Thailands Position stütze.
- Der Schutz des Grenzgebiets wurde verstärkt, während die militärische Strategie weiterhin geheim bleibt.
- Quelle: Asean Now, Khaosod