Der Dkammakaya Tempel warnt vor Gewalt, falls die Polizei in den Tempel eindringen will

Der Dhammakaya Tempel warnt vor Gewalt, falls die Polizei in den Tempel eindringen will

Pathum Thani. Herr Ong-art Thamnitha, ein Sprecher und Vertreter der Dhammakaya Tempel Jünger erklärte gegenüber den Medien und der Polizei, dass die Situation außer Kontrolle geraten könnte, falls die Polizei einen Plan hat, um gegen den Tempel vorzugehen und den gesuchten mutmaßlichen Milliarden Betrüger und Ex-Oberhaupt des Tempels Phra Dhammajayo zu verhaften.

Phra Dhammachayo

Phra Dhammachayo

Herr Ong-art Thamnitha machte diese Erklärung am Sonntag während einer Pressekonferenz im Wat Dhammakaya im Bezirk Khlong Luang. Zuvor hatte die Polizei und das Department of Special Investigation (DSI) erklärt, dass sie sich am Montag zusammensetzen und einen Plan diskutieren, um den umkämpften ehemaligen Abt des Tempels und mutmaßlichen Milliarden Betrüger zu verhaften.

Ong-art Thamnitha behauptete auf der Pressekonferenz dass er aus Medienberichten erfahren haben will, dass rund 3.000 Beamte bestehend aus Polizei, DSI und Soldaten bereit stehen, um den Tempel zu überfallen.

Er will weiterhin erfahren haben, sagte Ong-art Thamnitha, dass das Großaufgebot der Beamten und der Soldaten durch Hubschrauber aus der Luft, durch Wasserwerfer und durch eine spezielle Hundestaffel der Polizei unterstützt werden. Außerdem, so sagte er weiter, hätten die Beamten bereits die umliegenden Krankenhäuser über die bevorstehende Razzia informiert und sie aufgefordert, sich auf eventuelle Notfälle vorzubereiten.

„Dies zeigt“, so betonte er auf der Pressekonferenz, „dass die Behörden mit Gewalt gegen die Jünger vorgehen wollen, die sich aus Sorge um die Gesundheit des gesuchten Phra Dhammajayo zu Gebeten und zur Vermittlung auf dem Tempelgelände versammelt haben“.

phra_dhammachayo_tempelHerr Ong-art Thamnitha betonte weiter, dass so eine geplante Operation der Behörden zu vielen Todesfällen und Verletzten führen könnte. Das wäre ein großer Skandal für die Behörden und für Thailand und würde zudem auch noch den Ruf des Landes ruinieren.

Er sagte weiter, dass solch eine geplante Operation sehr empfindlich sei und die Gefühle von Millionen von buddhistischen Menschen verletzten würde.

„Ich bitte die Behörden, ihre geplanten Operationen gegen den Tempel und seine Anhänger sorgfältig zu überprüfen und zu bedenken. Wenn etwas passieren sollte, dann habe ich keinen Einfluss auf die Jünger, da es Millionen sind“, betonte er weiter.

Polizei General Major Chayaphon Chatchaidet, der Leiter der Polizei Spezialeinheit der Division 4 bestätigte unterdessen gegenüber den Medien, dass die DSI in Zusammenarbeit mit der Polizei tatsächlich immer noch an einem Operationsplan arbeiten, um den gesuchten ehemaligen Abt des Tempels zu verhaften.

Er bestritt jedoch die Vermutung, dass die Beamten bereits am Dienstag gegen den Tempel vorgehen wollen. Eine Quelle der DSI bestätigte jedoch gegenüber den Medien, dass der stellvertretende nationale Polizeichef Srivara Ransibrahmanakul bei einem Treffen von hohen Offizieren in der Zentrale der Provinzpolizei der Region 1 am Montag den Vorsitz übernehmen wird.

Laut den bisherigen Plänen sollen mehr als 2.250 Polizeibeamte zusammen mit 150 Beamten des DSI, die ebenfalls noch von Soldaten und Personen von anderen Einrichtungen unterstützt werden, an der Operation teilnehmen.

Die Quelle behauptet weiter, dass der stellvertretende Chef der DSI, Herr Suriya Singhakamol angewiesen wurde, die Operation, die am Dienstag in der Morgendämmerung beginnen soll, zu überwachen.

Gegen den gesuchten Milliardenbetrüger Phra Dhammajayo sollen mittlerweile drei Haftbefehle vorliegen, berichten die Medien.

Am 17. Mai hat der Strafgerichtshof einen Haftbefehl gegen Phra Dhammajayo wegen angeblicher Beteiligung an Geldwäsche und der Hehlerei im Zusammenhang mit dem Multi-Millionen-Baht Betrug der Klongchan Credit Union Cooperative ausgestellt. Der Fall wurde bereits von der DSI untersucht.

Die DSI hatte daraufhin in ihrem ersten Versuch am 16. Juni, den ehemaligen Abt des Wat Phra Dhammakaya, der sich angeblich in dem Tempel verschanzt haben soll, festzunehmen, aufgrund der zahlreichen Jünger, die sich den Beamten in den Weg stellten und die Behörden bei ihrer Arbeit blockierten, ein weiteres Vordringen auf das Tempelgelände abgebrochen.

Die Landesgericht in Sikhiu genehmigte dann am 17. November einen weiteren Haftbefehl für die Verhaftung des ehemaligen Abt, wegen dem angebliche Vordringen in ein Waldgebiet das von dem „World Peace Valley Meditation Centre“ im Khao Yai Nationalpark errichtet wurde.

Ein weiterer Haftbefehl wurde gegen den ehemaligen Abt durch das Landgericht in Loei erlassen, nachdem eine Sondereinheit der Polizei festgestellt hatte, dass eine weitere errichtete Meditationsstätte des Wat Dhammakaya in Loei ebenfalls auf ein öffentliches Waldreservat vorgedrungen war.

Am Sonntag hatten bereits mehrere ausländische buddhistischen Organisationen Premierminister Prayuth Chan-o-cha darum gebeten, dass er sicherstellensollte, dass keine Gewalt gegen den Wat Dhammakaya angewendet wird.

In einem offenen Brief an Premierminister Prayuth, hatte Sabuj Barua, der Präsident der Stiftung Nirvana Frieden mit Sitz in Bangladesch, den Premierminister darum gebeten, die notwendigen Schritte zu unternehmen, damit der gesuchte Phra Dhammajayo sowie der Buddhismus in Thailand geschützt wird.

Phra Dhammajayo

Phra Dhammajayo

Herr Barua sagte weiter, dass sich Phra Dhammajayo immer für die Verbreitung der Botschaft des Buddhismus und des Friedens für Thailand und der ganzen Welt eingesetzt habe. Herr Barua sagte, dass die DSI bereits damit gedroht habe, notfalls auch Gewalt anzuwenden, um den ehemaligen Abt zu verhaften.

„Diese Aktion steht eindeutig im Widerspruch zu dem buddhistischen Weg“, fügte er hinzu.

Genauso wenig sei er damit einverstanden, dass der Satteliten TV-Sender des Tempels (DMC) auf Befehl des DSI abgeschaltet wurde, sagte er weiter. Damit wurde das Recht der Öffentlichkeit auf Informationen eindeutig verletzt.

Shasan Rakkhit Mahathero, der Abt des „Panchari Shantipur Aranya Kutir „ in Bangladesh und ein Mitglied der Welt Theravada des buddhistischen Sangha Council meldete sich ebenfalls in einem offenen Brief an General Prayuth. „Wenn das DSI und die Polizei tatsächlich gegen den Tempel Dhammakaya und seinen ehemaligen Abt vorgehen sollten, wären davon die Buddhisten auf der ganzen Welt betroffen“.

„Es ist kein gutes Beispiel, einen Tempel mit schweren Waffen zu plündern“, fügte der Mönch in seinem Schreiben hinzu.

Diese Luftaufnahme des Wat Dhammakaya zeigt nur einen kleine Bereich des gesamten Tempelgeländes und macht die Tragweite einer Razzia, an der mehr als 3.000 Beamte teilnehmen sollen, deutlich.

Luftaufnahme des Wat Dhammakaya

Luftaufnahme des Wat Dhammakaya

Quelle: Bangkok Post