Das Umweltministerium will im nächsten Jahr einen Rückgang von 3,6 Millionen Plastiktüten erzielen

Das Umweltministerium will im nächsten Jahr einen Rückgang von 3,6 Millionen Plastiktüten erzielen

Bangkok. Das Ministerium für natürliche Ressourcen und Umwelt hat sich zum Ziel gesetzt, die Verwendung von Einweg Plastiktüten innerhalb des Haushaltsjahres 2019 um 3,6 Millionen Plastiktüten zu reduzieren. Außerdem will das Ministerium weitere steuerliche Maßnahmen ergreifen, um auch die Verwendung von Styropor Lebensmittelbehältern einzustellen, sagte der Natural Resources und Umweltstaatssekretär Vicharn Simachaya am Dienstag gegenüber den nationalen Medien.

Anlässlich des thailändischen Umwelttages am 4. Dezember hat das Ministerium in Abstimmung mit Einkaufszentren, Convenience-Filialen und modernen Handelsgeschäften eine Kampagne gegen die Verwendung von Einweg-Plastiktüten für einen Tag gestartet. Danach werden die einzelnen Maßnahmen zur Reduzierung der Umweltbelastung weiter erarbeitet. Ein Hauptthema wird dabei sein, die Verwendung von Plastiktüten zum Einmalgebrauch zu unterbinden.

Der thailändische Umwelttag ( 4. Dezember ) wurde in der Ausstellungshalle der Impact Muang Thong Thani gefeiert. Vertreter von 55 staatlichen Stellen und privaten Unternehmern, die sich der Kampagne zur Reduzierung der Verwendung von Einweg Plastiktüten angeschlossen haben, sowie Premierminister Prayuth Chan o-cha nahmen ebenfalls an der Veranstaltung teil.

Premierminister Prayuth Chan o-cha übergab anschließend an den Minister für natürliche Ressourcen und Umwelt einige Taschen aus Tuch, die ihm zuvor von der Öffentlichkeit während seiner Inspektionsreise zu General Surasak Kanchanarat gespendet wurden.

Die Stofftaschen werden zusammen mit einem von anderen Personen gespendeten Gütern gesammelt und zur Verwendung für Medikamente in verschiedene Krankenhäuser geschickt.

Der Minister für natürliche Ressourcen und Umwelt Herr Vicharn sagte, er rechne damit, dass am Dienstag – an nur einem Tag – in Thailand rund 20 Millionen Einweg-Plastiktüten reduziert werden würden.

Herr Vicharn sagte weiter, der nächste Schritt werde darin bestehen, die Zusammenarbeit der Anbieter in den Frischmärkten zu suchen, um hier ebenfalls die Verwendung von Plastiktüten zu reduzieren. Dabei wird darauf hingewiesen, dass die Käufer normalerweise mehrere Einweg-Plastiktüten von verschiedenen Anbietern in nur einer einzigen Plastiktüte erhalten sollten.

Die Frage dabei ist, wie man all die auf dem Frischmarkt gekauften Dinge in ein paar oder eine einzige Plastiktüte packt. Diese Handhabung würde auf jeden Fall positiv dazu beitragen, die Verwendung der Plastiktüten zu reduzieren, sagte Herr Vicharn. Er fügte dabei auch weiter hinzu, dass diese Methode, sowie die Zusammenarbeit der Käufer und der Verkäufer dabei funktionieren muss. Die neue Kultur, die die Verwendung von Plastiktüten ablehnt oder die Verwendung der Taschen verringert, muss im ganzen Land etabliert werden, betonte er.

Herr Vicharn sagte weiter, dass der Nationale Umweltausschuss dazu einen Unterausschuss eingerichtet habe. Dazu soll sich der Unterausschuss mit dem privaten Sektor über den Plan besprechen, wie die Verwendung von Einmalartikeln wie Kunststoffstrohhalmen und Kunststoffplatten, die schon in mehreren anderen Ländern nicht mehr verwendet werden, ebenfalls auch in Thailand eingestellt werden können.

Herr Vicharn wies weiter darauf hin, dass eine freiwillige Einschränkung der Verwendung von Plastiktüten oder anderen Einweg Kunststoffgeräten oder Styropor-Lebensmittelbehältern nicht wirklich funktioniert. Um dabei auch wirklich ein erfolgreiches und positives Ergebnis zu erzielen, müssen steuerliche Maßnahmen eingeführt werden, betonte er.

 

  • Quelle: Thai PBS World