Polizeibekannter Australier wegen Kreditkartenbetrug verhaftet

pp Pattaya. Nicht zum ersten Mal verdankt die Polizei den Computer Spezialisten der Siam Commercial Bank (SCB) einen erfolgreichen Zugriff auf einen Kreditkartenfälscher. Die für die Sicherheit der Bankautomaten zuständigen Mitarbeiter der SCB hatten den Beamten den entscheidenden Hinweis auf den Täter gegeben.

Den Mitarbeitern war aufgefallen, dass im Umfeld von Pattaya vermehrt Bargeldbeträge mit gefälschten Kreditkarten aus den Bankautomaten abgezogen wurden. Nach Überprüfung der Sicherheitsaufnahmen informierten sie die Polizei, dass ein Ausländer mit gefälschten Kreditkarten, die ebenfalls alle aus dem Ausland stammten, Bargeld aus den Automaten in ganz Pattaya abbuchte.

Beim genauern Überprüfen wurde festgestellt, dass eine Gruppe von Ausländern mit einem Auto unterwegs waren, dass sie im Stadtbereich geparkt hatten. Dann machten sie die Männer auf den Weg und plünderten die Automaten.

Am 2. November verfolgten die Beamten einen der Täter zu Fuß bis zu einem Parkplaz vor dem "Icon Place Hotel" in der Nern Plubwan Straße in Süd Pattaya. Hier griffen die Beamten zu und konnten den Mann verhaften.

Der Mann wurde als der 42 Jahre alte Herr Peter Junas, ein australischer Staatsbürger identifiziert. Die Beamten fanden zahlreiche weiße Blanko Kreditkarten, die einfach mit einem Magnetstreifen auf der Rückseite überklebt waren. In seinem Zimmer wurden schließlich ganze 271 gefälschte Kreditkarten und 10.000 Baht Bargeld gefunden.

Bei der weiteren Überprüfung auf der Polizeistation erfuhren die Beamten, dass Herr Junas für die Behörden kein unbeschriebenes Blatt war. Er verfügte bereits über eine Akte wegen Diebstahl und Hehlerei.

Nach weiteren Verhören gestand der Australier, dass er für einen Spanier Namens „Iyane“ arbeiten würde. Der Spanier, dessen genauen Namen er nicht kenne, versorge ihn regelmäßig mit gefälschten Kreditkarten. Mit diesen würde er dann in Pattaya Bargeld abheben. Direkt im Anschluss müsse er dann 75% der abgehobenen Summen wieder auf ein Konto ins Ausland überweisen. Die restlichen 25 Prozent dürfe er für sich behalten.

Dementsprechend wurde Herr Peter Junas erneut mit dem Vorwurf der Fälschung und Herstellung von gefälschten elektronischen Karten sowie des Abhebens von Bargeld an Geldautomaten angeklagt.

Die Beamten werden Herrn Junas nebst den eingesammelten Beweisen an ein Gericht übergeben. Hier hat dann ein Richter zu entscheiden, was mit dem Australier passiert.