BANGKOK. Premierministerin Paetongtarn Shinawatra wird verdächtigt, versucht zu haben, Beweise im Zusammenhang mit dem angeblichen betrügerischen Krankenhausaufenthalt ihres Vaters Thaksin Shinawatra im Bangkok Police Hospital zu vernichten.
Der Verdacht rührt von Behauptungen her, dass Paetongtarn möglicherweise die Beseitigung von Überwachungsaufnahmen und anderen Beweismitteln inszeniert habe, um den angeblichen Betrug ihres Vaters zu vertuschen.
Thaksin, der vor seiner kürzlichen Entlassung auf Bewährung sechs Monate lang als schwer krank galt, wird beschuldigt, eine Krankheit vorgetäuscht zu haben, um der Verbüßung seiner Gefängnisstrafe wegen Machtmissbrauchs und Amtsmissbrauchs zu entgehen.
Pichit Chaimongkol, Vorsitzender des „Students & People Network for Thailand Reform“, vermutete, dass Paetongtarn Beweise heimlich entsorgt oder vernichtet haben könnte, um das mutmaßliche Komplott ihres Vaters zu vertuschen.
Diese Behauptung kommt zu einem Zeitpunkt, da die Nationale Antikorruptionskommission Beweise, darunter Videoüberwachungsaufzeichnungen, sammelt, um die Echtheit von Thaksins Krankenhausaufenthalt nach seiner Rückkehr aus dem selbstauferlegten Exil zu untersuchen.

Darüber hinaus hat die Aktivistengruppe Khana Nitichon Cherdchutham Klage gegen Paetongtarn vor dem Verfassungsgericht eingereicht, weil dieser durch die Ernennung von Thavi Sodsong gegen die politische Ethik und die Verfassung verstoßen habe. Dem wird Machtmissbrauch und die Anwendung von Doppelmoral im Fall Thaksin vorgeworfen.
Sollten Paetongtarn und Sodsong für schuldig befunden werden, droht ihnen die sofortige Entlassung aus dem Amt, und auch für andere beteiligte Beamte drohen rechtliche Konsequenzen, berichtete die Thai Newsroom.
- Quelle: Thai News Room